23 March 2026, 20:32

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und Femizid

Prominente Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Gewalt

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und Femizid

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für Rechtsreformen und strengere Schutzmaßnahmen einsetzen. Ihre Forderungen reichen vom Verbot von KI-"Entkleidungs"-Apps bis zur Einführung neuer Straftatbestände wie Femizid.

Zu den bekannten Unterstützerinnen zählen SPD-Chefin Bärbel Bas, die Co-Vorsitzende der Grünen Franziska Brantner und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Auch die Fernsehmoderatorin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Veronica Ferres und die Musikerin Nina Chuba beteiligen sich an der Kampagne. Zu den Vorschlägen gehören die Strafbarkeit nicht einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes sowie die Verankerung eines "Nur Ja heißt Ja"-Einverständnismodells im Sexualstrafrecht.

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Der Plan fordert zudem ein Digitales Schutzgesetz, das die schnelle Löschung schädlicher Online-Inhalte und die Identifizierung von Tätern sicherstellen soll. Eine weitere zentrale Forderung ist die explizite Einstufung von Femizid als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Lücken in der aktuellen Gesetzgebung zu schließen und die Unterstützung für Opfer zu verbessern.

Während die Bundesregierung bereits teilweise Unterstützung signalisiert hat, kommt der Fortschritt nur langsam voran. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) fördert Präventionsmaßnahmen, doch umfassendere Reformen stehen noch aus. Zu den jüngsten Schritten gehört eine Novelle des Gewaltschutzgesetzes 2024, die Wohnungszuweisungsregeln für Täter verschärft und Opferschutzmaßnahmen stärkt. Ein im März 2026 vorgestellter Bundesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen konzentriert sich auf Schulungen und Beratung, bleibt aber hinter den vollständigen Forderungen des Bündnisses zurück.

Der Plan des Bündnisses unterstreicht dringende Appelle an rechtliche und digitale Reformen, um geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Bei Umsetzung würden die Vorschläge strengere Strafen, klarere Einverständnisregelungen und schnellere Reaktionen auf digitale Gewalt mit sich bringen. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, wie viele dieser Forderungen Realität werden.

Quelle