40 Jahre Aschaffenburger Frauengespräch: Gleichberechtigung bleibt unvollendet
Ronald Kramer40 Jahre Aschaffenburger Frauengespräch: Gleichberechtigung bleibt unvollendet
Der Kampf um echte Gleichberechtigung geht weiter – trotz jahrzehntelanger Fortschritte. Im März 2026 feierte das Aschaffenburger Frauengespräch sein 40-jähriges Jubiläum mit einem Fokus auf vergangene Kämpfe, heutige Rechte und zukünftige Herausforderungen. Die Veranstaltung fiel zusammen mit einer breiter angelegten Kampagne zum Internationalen Frauentag, der 1910 von Clara Zetkin erstmals vorgeschlagen worden war.
Das Büro für Chancengleichheit der Kreisverwaltung organisierte die Aktion "Rund um den Internationalen Frauentag". Das Programm umfasste eine Vernissage, ein Benefizkonzert, eine Lesung, eine Filmdiskussion sowie einen feministischen Literaturabend, an dem 55 Teilnehmende mitwirkten.
Soziale Medien spielten eine zentrale Rolle bei der Bewusstseinsbildung. Über die Kanäle des Landkreises wurden Inhalte zu Sexismus, dem Equal Pay Day und dem Equal Care Day geteilt – mit dem Ziel, auf anhaltende Missstände hinzuweisen und die Öffentlichkeit zum Mitmachen zu motivieren.
Im Rahmen der Kampagne wurde in Großostheim eine neue rote Bank im Ringheimer Bürgerpark aufgestellt. Damit gibt es nun zehn dieser Bänke im gesamten Landkreis sowie am Landratsamt Aschaffenburg. Jede von ihnen steht als sichtbares Mahnmal gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen und verweist auf Hilfsangebote.
Das Aschaffenburger Frauengespräch selbst stand unter dem Motto "Anfänge erinnern – Errungenschaften bewahren – Zukunft gestalten". Seit 1910 haben gesetzliche Reformen und aktivistisches Engagement große Fortschritte in der Frauenrechtspolitik gebracht. Doch die Veranstaltung machte deutlich: Selbstbestimmung, ein Leben frei von Gewalt und wahre Gleichberechtigung bleiben unvollendete Ziele.
Die Kampagne 2026 verband Rückblick mit Handlungsaufforderung. Neue Bänke, öffentliche Veranstaltungen und digitale Aufklärung unterstrichen die Botschaft: Gleichstellung ist kein Selbstläufer – sie braucht kontinuierliches Engagement. Die Initiativen des Landkreises zielten darauf ab, aufzuklären, zum Mitdenken anzuregen und weitere Veränderungen voranzutreiben.






