09 May 2026, 04:15

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrien-Hilfe braucht Vertrauen statt Zwang

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, ergänzt um erklärenden Text und Grafiken.

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrien-Hilfe braucht Vertrauen statt Zwang

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern aus Deutschland scharf kritisiert. Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ betonte sie, dass solche Debatten unnötige Verunsicherung schürten. Gleichzeitig hob die Ministerin die langjährigen Beiträge syrischer Gemeinschaften für den Wiederaufbau ihres Heimatlandes hervor.

Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über Forderungen, Syrier müssten „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Sie verwies darauf, dass viele dies bereits seit Jahren täten – und zwar „praktisch und wirksam“. Die Ministerin unterstrich, dass diese Menschen trotz ihres Engagements im Ausland tief mit der deutschen Gesellschaft verbunden blieben.

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Auf der Veranstaltung bekräftigten die Teilnehmer ihr doppeltes Bekenntnis: jahrzehntelanges Engagement für den Wiederaufbau Syriens bei gleichzeitiger starker Verbundenheit mit Deutschland. Die Ministerin kündigte zudem Pläne an, das Fachwissen von Diaspora-Gemeinschaften stärker in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass deren Kompetenzen auch innerhalb Deutschlands unverzichtbar seien.

Ihre Äußerungen spiegelten die Komplexität der Thematik wider – zwischen Unterstützung für Syriens Zukunft und den Realitäten der Integration in Deutschland. Die Statements fielen im Rahmen einer größeren Debatte darüber, wie Diaspora-Wissen für die internationale Entwicklungsarbeit genutzt werden kann.

Die Diskussion über Zwangsrückführungen bleibt umstritten. Alabali-Radovan warnte vor den destabilisierenden Folgen solcher Pläne. Ihre Vorschläge zielen stattdessen darauf ab, die Zusammenarbeit mit syrischen Gemeinschaften zu stärken, die bereits aktiv am Wiederaufbau beteiligt sind. Die nächsten Schritte der Regierung dürften darauf abzielen, ihre Rolle in Entwicklungsprojekten zu formalisieren – ohne die innerdeutsche Integrationsarbeit zu vernachlässigen.

Quelle