"Ambient Noise" enthüllt das hektische Innenleben der dpa-Redaktion
Ronald Kramer"Ambient Noise" enthüllt das hektische Innenleben der dpa-Redaktion
Der Dokumentarfilm Ambient Noise aus dem Jahr 2016 bietet einen seltenen Einblick in die Berliner Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Unter der Regie von Friedrich Rackwitz fängt der Film die hektische Welt des Journalismus ein, in der Entscheidungen, Quellen und enge Deadlines die Nachrichten prägen. Ohne Altersbeschränkung freigegeben, läuft der Streifen 83 Minuten und verbindet dokumentarische Aufnahmen mit biografischen Elementen.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen der Meku Film GmbH und der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München). Rackwitz, der sowohl Regie führte als auch das Drehbuch verfasste, konzentrierte sich auf die internen Abläufe des dpa-Redaktionsteams. Der Dokumentarfilm wurde vollständig in Deutschland gedreht und später für den Deutschen Wettbewerb beim DOK.fest München 2016 nominiert.
Ambient Noise untersucht, wie Journalisten unter Druck mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Der Film beleuchtet die unsichtbaren Prozesse hinter der Nachrichtenproduktion – von der Überprüfung von Quellen bis zum Einhalten von Deadlines. Zwar thematisiert der Streifen keine jüngeren Entwicklungen in den Arbeitsmethoden der dpa, wie etwa den Einsatz von KI-Tools oder automatisierten Analysen, doch bietet er eine Momentaufnahme traditioneller Redaktionsdynamiken.
Allgemeine Trends im deutschen Journalismus deuten auf eine zunehmende Abhängigkeit von KI für Arbeitsabläufe und ethische Schulungen hin. Initiativen wie das KIRA-2025-Programm von VOCER spiegeln diesen Wandel wider. Öffentliche Informationen darüber, wie sich die dpa selbst seit der Veröffentlichung des Dokumentarfilms angepasst hat, liegen jedoch nicht vor.
Ambient Noise bleibt eine detaillierte Dokumentation der dpa-Arbeitsweise im Jahr 2016. Die Veröffentlichung des Films und seine Festivalwürdigung unterstreichen seinen Wert als Fallstudie des Journalismus. Bis heute dient er als Zeitkapsel der Redaktionspraxis vor der flächendeckenden Einführung von KI.






