Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen das Schweigen über Mobbing an Schulen
Ronald KramerDer Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen das Schweigen über Mobbing an Schulen
Moderatorin Aminata Belli (33) erhebt im Rahmen der Kampagne #SagNichtNichts ihre Stimme gegen Mobbing. Seit Monaten besucht sie Schulen in Norddeutschland, um mit Jugendlichen über Ausgrenzung, psychische Gesundheit und den Druck zu sprechen, dem junge Menschen heute ausgesetzt sind. Ihre eigenen Erfahrungen mit Mobbing treiben sie an, das Schweigen über dieses Thema zu brechen.
Fast die Hälfte aller Jugendlichen in Deutschland war bereits von Mobbing betroffen. Doch laut aktuellen Zahlen schweigen rund 80 Prozent der Betroffenen – aus Angst, Scham oder dem Gefühl der Ohnmacht. Belli ist überzeugt, dass solche Erfahrungen ganze Lebensabschnitte prägen können – und dass jeder Mensch Respekt und Unterstützung verdient.
Seit Anfang 2026 haben bereits über 500 Schulen an den Workshops von #SagNichtNichts teilgenommen, die Belli gemeinsam mit ihrem Team von deep and clearly leitet. Die von Aktion Mensch unterstützte Kampagne konzentriert sich dabei auf Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Für Belli sind die Gespräche mit Schüler:innen der Schlüssel, um Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen.
Doch Mobbing findet nicht nur in Schulen statt, betont sie. Auch im Erwachsenenleben – etwa am Arbeitsplatz – werde es oft übersehen. Auf Instagram thematisiert Belli regelmäßig Diskriminierung und Rassismus und fordert eine offene Debatte ein. Ihr Ziel ist eine Gesellschaft, in der Menschen aufeinander achten und eingreifen, wenn Mobbing geschieht.
Die Kampagne #SagNichtNichts wächst weiter, und Belli ruft Schulen und Gemeinden zum Handeln auf. Indem sie ihre eigene Geschichte teilt und Jugendlichen zuhört, will sie nachhaltige Veränderungen bewirken. Die Workshops der Initiative vermitteln Schüler:innen Werkzeuge, um Mobbing zu erkennen und dagegen vorzugehen.






