Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung
Cathleen HövelAnonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung
Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, eine schädliche Arbeitskultur zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben ein Klima der Angst und des Misstrauens, doch das Theater hält an seinem vollen Spielplan fest – die Mitarbeiter bereiten sich engagiert auf die anstehenden Vorstellungen vor.
Der Brief, der zwar ohne Unterschrift blieb, aber behauptet, 25 festangestellte Mitarbeiter zu vertreten, zeichnet ein düsteres Bild der Arbeitsbedingungen unter Stolz’ Führung. Es wird von psychischer Belastung und einem toxischen Umfeld berichtet, doch bisher hat sich niemand öffentlich zu den Anschuldigungen bekannt.
Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Seitdem sind die Besucherzahlen gestiegen: Über 100.000 Gäste zählte das Haus, und für die Spielzeit 2024/2025 wurden bereits mehr als 95.000 Karten verkauft. Auch das Jugendtheaterprogramm hat unter ihrer Ägide deutlichen Aufschwung erfahren.
Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Behauptung zurück, der Brief spreche für die gesamte Belegschaft. Er betonte Stolz’ Bemühungen, das Theater enger mit der Stadt zu vernetzen, die Zugänglichkeit zu verbessern und einen offenen Dialog zu fördern. Gleichzeitig stellte sich der Theateraufsichtsratsvorsitzende Maurice Schönleben (SPD) hinter Stolz und bezeichnete sie als die richtige Führungskraft für die anstehende Transformation der Institution.
Trotz der Kontroverse laufen die Proben für eine bevorstehende Premiere wie geplant. Viele Teammitglieder bleiben konzentriert bei der Sache und bringen Energie und Engagement in ihre Arbeit ein.
Das Theater steht nun vor einer Phase der Unsicherheit, während die Mitarbeiter auf weitere Aufklärung der Vorwürfe warten. Mit starken Besucherzahlen und einem wachsenden Jugendprogramm läuft der Spielbetrieb unter Stolz’ Leitung weiter. Doch der anonyme Brief hat bei manchen Beschäftigten Verunsicherung ausgelöst, während andere unbeirrt an ihren künstlerischen Projekten arbeiten.






