AOK-Chefin Carola Reimann erhält 320.000 Euro – und löst damit eine Welle der Empörung aus
Cathleen HövelAOK-Chefin Carola Reimann erhält 320.000 Euro – und löst damit eine Welle der Empörung aus
Carola Reimann, Chefin des AOK-Bundesverbandes, verdient nun 320.000 Euro im Jahr. Die Gehaltserhöhung hat für Kritik gesorgt – besonders vor dem Hintergrund, dass Volkswagen Stellen abbaut und im Gesundheitswesen die Finanzmittel knapp sind.
Die Lohnerhöhung für Reimann kommt zu einer Zeit, in der sichere Arbeitsplätze zunehmend verschwinden. Kritiker werfen ihr vor, sie stehe für eine "Abzocker-Mentalität in den Chefetagen", bei der Spitzenverdiener immer mehr erhalten, während andere kämpfen müssen.
Zusätzlich zu ihrem Gehalt profitiert Reimann von einer großzügigen betrieblichen Altersvorsorge. Dies hat weitere Empörung ausgelöst, angesichts der finanziellen Belastungen, denen normale Arbeitnehmer ausgesetzt sind.
Unterdessen behaupten Führungskräfte im Gesundheitssektor – trotz ihrer hohen Einkommen –, es gebe kein Geld mehr für Ärzte und Apotheker. Der Kontrast zwischen steigenden Managergehältern und schrumpfenden Budgets für das Fachpersonal verschärft die Frustration.
Die Gehaltserhöhung für Reimann fällt in eine Phase, in der Volkswagen Entlassungen ankündigt und die Finanzierung im Gesundheitsbereich weiter unter Druck steht. Arbeitnehmer und Gewerkschaften fragen sich, warum Spitzenmanager weiterhin profitieren, während andere Einschnitte hinnehmen müssen. Die Debatte über gerechte Bezahlung in Führungspositionen wird voraussichtlich anhalten.






