Aumovio erwartet 2024 weitere Verluste und sinkende Umsätze in der Automobilkrise
Philip BinnerAumovio erwartet 2024 weitere Verluste und sinkende Umsätze in der Automobilkrise
Automobilzulieferer Aumovio warnt vor einem weiteren schwierigen Jahr
Der Automobilzulieferer Aumovio rechnet für das kommende Jahr mit weiteren Herausforderungen. Das Unternehmen erwartet 2024 rückläufige Umsätze und eine schwächere Produktionsleistung. Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten bleibt die Unternehmensführung auf Kostensenkung und Restrukturierungsmaßnahmen konzentriert, um die Stabilität wiederherzustellen.
2023 verbuchte Aumovio einen Nettoverlust von 655 Millionen Euro – fast das Doppelte des Vorjahresverlusts von 289 Millionen Euro. Dieser Rückgang spiegelt die allgemeinen Probleme der Automobilbranche wider und veranlasst das Unternehmen, die bereits angekündigten Werksschließungen voranzutreiben.
Für 2024 wird ein weiterer Umsatzrückgang auf 17,0 bis 18,5 Milliarden Euro prognostiziert. Zudem rechnet Aumovio mit einem Rückgang der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Obwohl bereits Einsparungen umgesetzt werden, schließt die Führung nicht aus, dass sich auch die operativen Gewinnmargen verringern könnten.
Laut CEO Philipp von Hirschheydt hat der Nahostkonflikt bisher nur geringe direkte Auswirkungen auf die Lieferketten gehabt. Die bereinigte EBIT-Marge für 2024 wird zwischen 3,5 und 5,0 Prozent erwartet. Die Aktionäre erhalten in diesem Jahr keine Dividende, doch noch 2024 soll ein neues Kapitalallokationskonzept vorgestellt werden.
Aumovio strebt an, bis Ende 2024 wieder profitabel zu arbeiten. Das Unternehmen passt seine Geschäftsaktivitäten weiterhin an das schwierige Marktumfeld an. In den kommenden Monaten werden weitere Updates zur Finanzstrategie und den Restrukturierungsplänen folgen.






