Autohandel in der Krise: Warum Händler um ihre Zukunft kämpfen
Sigmund FreudenbergerAutohandel in der Krise: Warum Händler um ihre Zukunft kämpfen
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert eine stärkere politische Vertretung der Branche. Burkhard Weller, Autohändler und ZDK-Vertreter, äußert sich besorgt über die Zukunft des Neuwagenverkaufs und der Aftersales-Dienstleistungen. Ohne klare Unterstützung könnten viele Betriebe seiner Meinung nach in Schwierigkeiten geraten, da Elektrofahrzeuge den Markt grundlegend verändern.
Weller drängt auf schnelle Maßnahmen bei den Fördergeldern für Elektroautos. Die Regierung müsse klare Regeln aufstellen und die Abwicklung für Händler vereinfachen, betont er. Sein Vorschlag umfasst rückwirkende Zahlungen ab dem 1. Januar sowie eine Ausweitung der Förderung auf junge Gebrauchtwagen.
Durch den Umstieg auf Elektroautos drohen die Serviceumsätze um die Hälfte zu schrumpfen. Weller prognostiziert, dass es bald weniger als 12.000 Vertriebsstandorte und unter 3.000 unabhängige Autohäuser geben werde. Die Branchenkonsolidierung zwingt viele dazu, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken.
Laut ZDK-Präsident Weller hören Politiker besonders dann zu, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen. Der Verband will den Händlern eine stärkere, unabhängige Stimme in der politischen Diskussion verleihen. Zudem warnt er vor der wachsenden Krise im Aftersales-Bereich, wo sinkende Nachfrage nach Ersatzteilen und geringere Servicevolumina die Rentabilität bedrohen.
Die Warnungen des ZDK kommen zu einer Zeit rasanten Wandels in der Branche. Die Händler müssen sich schnell anpassen, um zu überleben, während die Politik aufgefordert wird, die Förderprogramme zu vereinfachen. Ohne Gegensteuer könnte die Zahl der Autohäuser und unabhängigen Betreiber in den kommenden Jahren drastisch zurückgehen.






