05 June 2026, 15:27

Avignon-Festival feiert koreanische Bühnenkunst als Gastsprache 2025

Koreanische darstellende Künste, darunter eine Lesung von Han Kang, stehen im Mittelpunkt des 80. Avignon-Festivals

Avignon-Festival feiert koreanische Bühnenkunst als Gastsprache 2025

Das 80. Avignon-Festival wählt Koreanisch als offizielle Gastsprache – ein Novum für eine asiatische Sprache

Vom 4. bis 25. Juli präsentiert das Festival neun Werke von sieben koreanischen Künstlern. Die Veranstalter heben die Tiefe und Kreativität der koreanischen Darstellungskunst hervor.

Koreanische Aufführungen stehen im Mittelpunkt des Festivals. Zu den eingeladenen Stücken zählen Inselgeschichte von Lee Kyung-sung, Mulji von Lee Jin-yeob und Schnee, Schnee, Schnee von Lee Jar-ram. Diese Produktionen ergänzen ein vielfältiges Programm, das das moderne koreanische Erzählhandwerk widerspiegelt.

Die Regisseurin Koo Ja-ha zeigt drei Stücke: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Ihre Beiträge bereichern die Auseinandersetzung des Festivals mit traditionellen und modernen Themen. Gleichzeitig bringt Her Sung-ims 1 Grad Celsius eine zeitgenössische Tanzperspektive auf Umweltfragen ein.

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Ebenfalls zu sehen ist KIN: Yeonhee Project 1 von Liquid Sound sowie eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht, aufgeführt von Lee Hye-young. Das koreanische Programm des Festivals entsteht in Zusammenarbeit mit dem Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival.

Tiago Rodrigues, künstlerischer Leiter des Festivals, lobte die Ausdruckskraft der koreanischen Sprache und Bühnenkunst. Seine Worte unterstreichen die Bedeutung der diesjährigen Sprachwahl.

Der Fokus auf koreanische Werke markiert einen historischen Moment für die asiatische Repräsentation in Avignon. Mit neun Produktionen aus Theater, Tanz und szenischen Lesungen erleben die Zuschauer ein breites Spektrum koreanischen künstlerischen Schaffens. Die Partnerschaft mit koreanischen Kunstinstitutionen garantiert eine sorgfältig kuratierte Auswahl zeitgenössischer und experimenteller Aufführungen.

Quelle