05 June 2026, 14:48

Aysha Rafaele prangert Stillstand bei Vielfalt im Fernsehen an

'Vengeance: Mord auf der Heide' - Schöpferin Aysha Rafaele bedauert mangelnden Fortschritt in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei 'Mord durch meine Familie' einen BAFTA-Gewinn errungen hat

Aysha Rafaele prangert Stillstand bei Vielfalt im Fernsehen an

Die vierfache BAFTA-Gewinnerin Aysha Rafaele kritisiert mangelnde Fortschritte bei der Vielfalt auf dem Bildschirm

Trotz des BAFTA-Erfolgs von Adeel Akhtar 2017 für Murdered by My Father habe sich für die Repräsentation von Schwarzen und britisch-asiatischen Menschen kaum etwas verändert, sagt die preisgekrönte Filmemacherin Aysha Rafaele. Ihr neues Projekt, der Film Vengeance: Mord auf der Heide, feiert am kommenden Sonntagabend Premiere auf Channel 4.

Rafaele, die als Autorin, Regisseurin und Produzentin von Vengeance fungiert, erzählt in dem Drama die wahre Geschichte des sogenannten „Honeytrap-Mords“ an Gagandip Singh. Mit Asim Chaudhry (Industry) und Laila Rouass in den Hauptrollen lotet der Film die Komplexität seiner Figuren aus. Rafaele wollte eine Geschichte über die Sikh-Gemeinschaft erzählen – ein Thema, das sie selbst selten auf dem Bildschirm sieht.

Sowohl Vengeance als auch ein weiteres ihrer Projekte, Dirty Business, wurden von den Dokumentarfilm-Teams von Channel 4 in Auftrag gegeben. Rafaele und ihr kreativer Partner Joseph Bullman präsentieren ihre Ideen direkt den Verantwortlichen für Factual-Formate statt den Drama-Abteilungen. Dieser Ansatz beschleunige die Umsetzung, so Rafaele, da es über traditionelle Wege schwer sei, Geschichten über ihre Gemeinschaft zu realisieren.

Nach Adeel Akhtars BAFTA-Sieg 2017 hatte Rafaele gehofft, dass mehr vielfältige Erzählungen entstehen würden. Jahre später stellt sie jedoch ernüchtert fest: „Seitdem ist auf dem Bildschirm rein gar nichts passiert“ – zumindest nicht in Sachen bessere Repräsentation.

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Der neue Film Vengeance läuft am Sonntag auf Channel 4. Rafaeles Werk unterstreicht die anhaltenden Lücken bei der Vielfalt im Fernsehen – trotz früherer Branchenanerkennung. Ihr unkonventioneller Weg, Projekte über Dokumentarfilm-Teams zu platzieren, könnte ein Zeichen für einen Wandel sein, wie solche Geschichten künftig ihr Publikum erreichen.

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