Berlin und Brandenburg bewerben sich gemeinsam um die Weltausstellung 2035
Sigmund FreudenbergerBerlin und Brandenburg bewerben sich gemeinsam um die Weltausstellung 2035
Berlin und Brandenburg treiben ihre Pläne für eine gemeinsame Bewerbung um die Weltausstellung 2035 voran. Die beiden Bundesländer haben ein formelles Prüfverfahren eingeleitet, um die Machbarkeit der Ausrichtung des globalen Großereignisses zu bewerten. Zwar gibt es bereits seit einiger Zeit Gespräche über eine mögliche Kandidatur, doch nun gewinnen die Vorbereitungen an Fahrt.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat die Initiative ergriffen, um die Bewerbung voranzutreiben. Ihr Engagement folgt auf Druck der Berliner SPD, die ihren Koalitionspartner, die CDU, und den regierenden Bürgermeister Kai Wegner zum Handeln aufgefordert hatte. Wegner hat inzwischen seine Unterstützung signalisiert und argumentiert, dass die Expo nachhaltige Infrastruktur, wirtschaftliches Wachstum und das internationale Profil Berlins stärken könnte.
Ein strukturierter Prozess zur Bewertung der Anforderungen einer Bewerbung ist nun angelaufen. Vertreter beider Länder arbeiten gemeinsam daran, die konzeptionellen, finanziellen, infrastrukturellen und organisatorischen Aspekte zu prüfen. Als Hauptstandort wird ein Gelände in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) in Betracht gezogen, das größtenteils auf brandenburgischem Territorium liegt.
Die beiden Länder streben an, bis spätestens Oktober eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Dieser Zeitplan ermöglicht eine gründliche Abwägung der Chancen und Risiken der Bewerbung, bevor eine verbindliche Zusage erfolgt.
Bei Erfolg wäre die Bewerbung ein bedeutendes gemeinsames Projekt von Berlin und Brandenburg. Die Weltausstellung könnte langfristige Vorteile bringen, darunter neue Infrastruktur und eine gestiegene globale Aufmerksamkeit. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die Prüfung bis zur Herbstfrist die Machbarkeit des Vorhabens bestätigt.






