09 May 2026, 04:14

Berlins ewiger Kampf: Warum Linkssteher auf Rolltreppen die Stadt spalten

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem 'Reise, wenn du dich traust'-Schild oben, flankiert von Geländern und Stationswänden im Hintergrund.

Berlins ewiger Kampf: Warum Linkssteher auf Rolltreppen die Stadt spalten

Berlin – eine Stadt, in der Zeit wie eine inoffizielle Währung wirkt. Die Menschen hetzen durch die Straßen, immer in Eile – oder tun zumindest so. Doch ein kleiner Akt des Widerstands bremst den Fluss aus: der Linkssteher.

Das Thema hat es sogar in die jüngste Kolumne Hit der Woche von David Grunwald bei Schlager Radio geschafft, die auf 106,0 FM in der ganzen Stadt zu hören ist. Nun ist die Debatte über das richtige Verhalten auf Rolltreppen wieder in den Fokus gerückt.

In Berlin gilt auf Rolltreppen eine ungeschriebene Regel: Rechts stehen, links gehen. Dieses System hält den Verkehr in Bewegung – besonders in einer Stadt, in der jede Sekunde zählt. Doch die Linkssteher, die die schnelle Spur blockieren, stören den Rhythmus.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für viele ist die Rolltreppe einfach ein weiteres Verkehrsmittel, kein Ort zum Verweilen. Doch wer links steht – ob aus Gewohnheit oder Gleichgültigkeit –, zwingt eilige Pendler zum Slalom um sie herum. Der Konflikt zwischen denen, die es eilig haben, und denen, die sich nicht darum scheren, ist zu einem kleinen, aber bezeichnenden Symbol für Berlins Widersprüche geworden.

Grunwalds Kolumne zeigt, wie diese scheinbare Kleinigkeit Frust auslöst. In einer Stadt, die sich mit Effizienz brüstet, können selbst wenige Sekunden Verspätung durch einen Linkssteher wie eine persönliche Beleidigung wirken. Die Diskussion mag banal erscheinen, doch in Berlin, wo Zeit kostbar ist, zählt jede Verzögerung.

Das Phänomen der Linkssteher wird so schnell nicht verschwinden. Es bleibt ein täglicher Geduldstest für Berliner, die sich auf das schnelle Tempo der Stadt verlassen. Unterdessen geht die Debatte weiter – sowohl auf den Rolltreppen als auch in den Sendewellen von Schlager Radio.

Quelle