14 April 2026, 20:17

Brandts Witwe attackiert SPD: "Verloren den Kontakt zu den Wählern"

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa mit Text.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Verloren den Kontakt zu den Wählern"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die SPD vor den anstehenden Koalitionsgesprächen in Rheinland-Pfalz scharf kritisiert. Ihre Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei in jüngsten Wahlen fast zehn Prozentpunkte verloren hat.

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Seebacher verließ die SPD 1995, drei Jahre nach Brandts Tod. Nun wirft sie der Partei vor, den Kontakt zu ihrer traditionellen Wählerbasis verloren zu haben. In einer aktuellen Stellungnahme behauptet sie, die Führung verstehe die Menschen, die sie einst vertreten habe, nicht mehr und spreche auch nicht für sie.

Sie kritisierte den Kurs der SPD hin zu politischer Korrektheit, der sich von ihren Arbeiterwurzeln entferne. Zwar räumte sie ein, dass der klassische Industriearbeiter verschwunden sei, betonte aber, dass es werktätige Menschen nach wie vor gebe – und die Partei ihre Anliegen nicht mehr aufgreife. Ihre Bemerkungen richteten sich auch gegen den scheidenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, dessen vegane Ernährung sie als realitätsfremd für normale Wähler verspottete.

Seebacher ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, die CDU solle eher eine Zusammenarbeit mit der AfD als mit der SPD in Betracht ziehen. Sie warnte den Wahlgewinner, sich gut zu überlegen, ob er sich mit einer Partei verbünden wolle, die sie als in der Vergangenheit verhaftet beschrieb. "Auch Parteien sind nicht für die Ewigkeit gemacht", schrieb sie und verwies damit auf den Niedergang der SPD.

Ihre Kritik unterstreicht die Schwierigkeiten der SPD vor den Koalitionsverhandlungen. Der Rückgang der Wählergunst und interne Zerwürfnisse werfen Fragen über die künftige Ausrichtung der Partei auf. Seebachers Äußerungen erhöhen den Druck auf die Führung, wieder Anschluss an die Wähler zu finden – oder weiteren Bedeutungsverlust zu riskieren.

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