Braunschweig prüft Winterdienst nach Chaos durch Sturm "Elli"
Sigmund FreudenbergerBraunschweig prüft Winterdienst nach Chaos durch Sturm "Elli"
Ein aktueller Antrag des Braunschweiger Stadtrats fordert eine umfassende Überprüfung der Winterdienste in der Stadt. Der Vorstoß erfolgt nach den massiven Behinderungen durch Sturm „Elli“, der Straßen blockierte, Schulen schließen ließ und Pendler:innen strandeten. Kritische Stimmen mehren sich angesichts der mangelhaften Räumung von Radwegen und Straßen während starker Schneefälle.
Der von DIE FRAKTION. BS am 18. Februar eingereichte Antrag benennt gravierende Mängel bei der Winterdienstleistung. Demnach reichen die aktuellen Personalkapazitäten und Ressourcen des Dienstleisters ALBA bei anhaltendem Schneefall nicht aus. Laut städtischen Aufzeichnungen wurden Radwege im Schnitt nur alle 19 Stunden geräumt, während viele Straßen tagelang nicht ordnungsgemäß befahren werden konnten.
Die Räumteams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch frisch freigeräumte Strecken verstopften schnell wieder. Besonders betroffen waren wichtige Verkehrsadern wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße, die über längere Zeit unpassierbar oder nur teilweise befahrbar blieben. Der Antrag betont zudem, dass diese Verzögerungen im Widerspruch zum Mobilitätsentwicklungsplan 2035 stehen, der nachhaltige Verkehrsmittel wie das Radfahren fördern soll.
Bei den Bürger:innen wuchs vor allem die Verärgerung über die vernachlässigten Radwege. Der Rat hat nun eine Untersuchung zur Verbesserung der Winterdienste beschlossen, mit Fokus auf Personal, Ausstattung und Reaktionszeiten. Geprüft wird, wie die Kapazitäten von ALBA gestärkt werden können, um künftige Beeinträchtigungen zu vermeiden. Mit Rückendeckung des Rates könnten noch vor der nächsten Wintersaison Änderungen umgesetzt werden – mit dem Ziel, Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Autofahrer:innen bei starkem Schneefall sichere Wege zu garantieren.






