Braunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von VW und spart Millionen Baukosten
Ronald KramerBraunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von VW und spart Millionen Baukosten
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben der zehn Kindergartengruppen, die bisher von der Volkswagen Financial Services (VW FS) betrieben wurden. Die Veränderung erfolgt im Zuge der Schließung der betriebseigenen Einrichtung Freche Daxe nach 16 Jahren Betrieb. Durch die Umstellung spart die Stadt Millionen an potenziellen Baukosten und sichert gleichzeitig die weitere Kinderbetreuung für Familien vor Ort.
Seit 2008 hatte VW FS die betriebliche Kita vollständig finanziert und Braunschweig damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Mitarbeiterkinder. Daraufhin entschied es sich, die Einrichtung zu schließen und die Verantwortung für sieben der zehn Gruppen an die Stadt zu übertragen.
Ab August werden diese Gruppen unter städtischer Trägerschaft betrieben – mit jährlichen Kosten von rund 1,15 Millionen Euro. Im Gegenzug zahlt VW FS der Stadt jährlich etwa 475.000 Euro, um 55 Plätze exklusiv für Kinder von Mitarbeitenden zu reservieren.
Die Umstellung ermöglicht es zudem, Kinder aus den Wenden-Wohnsiedlungen in der bestehenden Kita am Käferweg unterzubringen. Dadurch entfällt der Bedarf an teuren Neubauten im Entwicklungsgebiet Wenden-West – eine kostengünstigere Lösung für die Stadt.
Die Vereinbarung garantiert, dass 55 Plätze für VW-Mitarbeitende erhalten bleiben, während die finanzielle Belastung für Braunschweig sinkt. Durch die Weiternutzung der bestehenden Einrichtung vermeidet die Stadt hohe Baukosten und sichert die Kinderbetreuung für Familien in der Region. Die Änderungen treten im August unter der neuen städtischen Trägerschaft in Kraft.






