03 April 2026, 12:26

Bundesgesundheitsministerin Warken besucht Münsinger Apotheke und verspricht Reformen

Schwarz-weißer Architekturplan des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detaillierter Darstellung von Zimmern, Fluren und Verkabelung.

Bundesgesundheitsministerin Warken besucht Münsinger Apotheke und verspricht Reformen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Bahnhof-Apotheke in Münsingen

Letzten Freitag stattete Bundesgesundheitsministerin Nina Warken der Bahnhof-Apotheke in Münsingen einen Besuch ab. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Inhaberin Dr. Melanie Gaub standen die finanziellen Belastungen, unter denen Apotheken leiden, sowie Pläne zur Erhöhung der Festbeträge für die Abgabe von Medikamenten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während des Besuchs bestätigte Warken, dass die seit Langem überfällige Anhebung der Apothekenpauschale nun endlich vorankomme. Der Betrag, der zuletzt auf 9,50 Euro pro Packung festgesetzt werden sollte, war bisher von der Finanzkommission blockiert worden – viele Apotheken blicken daher unsicher in die Zukunft. Dr. Gaub begrüßte die Ankündigung, betonte jedoch, dass klare Regelungen für die Ausweitung apothekerlicher Dienstleistungen nötig seien, etwa bei Impfungen und weiteren gesundheitlichen Aufgaben.

Warken erkannte die Bedenken an, räumte jedoch ein, dass regulatorische Grenzen ihre Handlungsmöglichkeiten einschränkten. Zwar unterstütze sie den Wunsch nach mehr Verantwortung für Apotheken, doch müssten einige Änderungen zunächst von den Berufskammern genehmigt werden. Zudem akzeptierte die Ministerin, dass Versandapotheken mittlerweile zum System gehörten, forderte aber strengere Kontrollen, um lokale Betriebe zu schützen.

Dr. Gaub bezeichnete die Gespräche im Nachhinein als "sehr angenehm" und lobte, dass Warken die Probleme der Branche gut verstehe. Auf Nachfrage von Journalisten nach dem Besuch lehnte die Ministerin jedoch weitere Stellungnahmen ab.

Die Zahlungen der Krankenkassen an Apotheken sind in den letzten zehn Jahren um 26 Prozent gestiegen – von 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 7,1 Milliarden Euro 2024. Dennoch argumentieren Apotheker, dass ihr Grundhonorar seit 13 Jahren nicht erhöht wurde, während die Kosten stetig steigen und die Gewinne schrumpfen.

Zum Abschluss des Besuchs bekräftigte Warken ihr Engagement für weniger Bürokratie und die Durchsetzung der Gebührenerhöhung. Nun warten Apotheker auf konkrete Schritte, um die finanzielle Belastung zu verringern und ihre Rolle im Gesundheitswesen auszubauen. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden entscheiden, ob lokale Apotheken in einem sich wandelnden Markt stabil bleiben können.

Quelle