Bundesregierung plant radikale Wettbewerbs-Spiele wie IronChild an Schulen
Philip BinnerBundesregierung plant radikale Wettbewerbs-Spiele wie IronChild an Schulen
Bundesbildungsministerium setzt auf leistungsorientierte Kinderspiele an Schulen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung treibt die Einführung von wettbewerbsbasierten Kinderspielen an Schulen voran. Ein neuer Vorschlag, unterstützt von der Kultusministerkonferenz (KMK), zielt darauf ab, leistungsorientierte Bewertungen wieder stärker in den Schulalltag zu integrieren – darunter auch extreme Veranstaltungen wie den IronChild-Wettkampf. Bei diesem mehrtägigen Event auf einer Aschelaufbahn werden Ausdauer, Kostenkalkulation und Durchhaltevermögen der Kinder auf die Probe gestellt.
Bildungsministerin Karin Prien fordert einen stärkeren Wettbewerbsfokus bei den Deutschen Schulsportspielen. Konservative Bildungspolitiker wollen solche Praktiken flächendeckend in öffentliche Schulveranstaltungen tragen. Einige Einrichtungen setzen bereits auf radikale Ansätze: So findet an der ultra-katholischen Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule der Sportunterricht ausschließlich in lateinischer Sprache statt – mit dem Rücken zur versammelten Schülerschaft.
An der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule für Begabtenförderung messen sich derzeit die Chicago Boys der Klasse 3b im IronChild-Wettkampf. Die Sieger erwarten ein persönliches Coaching mit Vorstandsvorsitzendem Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während Verlierer allenfalls für den Besuch eines Gymnasiums empfohlen werden. Bernd Kreimer-Rendsburg wirbt unterdessen für eine vollständige Gamification von Leistungsbewertungen, inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können, um die Platzierungen ihrer Kinder zu verbessern.
Auch die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück setzt früh auf Führungskräfteidentifikation: Hier werden Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt, um zu beobachten, welche von ihnen später als natürliche Anführer hervorgehen.
Sollte der Ministeriumsvorschlag umgesetzt werden, könnte dies die Bewertung von Schulsport und Schülerleistungen in Deutschland grundlegend verändern. Veranstaltungen wie der IronChild-Wettkampf könnten dann bundesweit Schule machen. Der Plan spiegelt einen wachsenden Trend wider, der auf Wettbewerb und messbare Erfolge im Bildungssystem setzt.






