15 May 2026, 20:21

BVG setzt auf Quantencomputing gegen Personalmangel und Fahrplan-Chaos

Ein roter Doppeldeckerbus fährt auf einer Straße mit hohen Gebäuden, Passagiere sind im Inneren zu sehen, ein Fahrradfahrer auf der rechten Seite, ein Turm mit einer Flagge im Hintergrund und ein bewölkter Himmel.

BVG setzt auf Quantencomputing gegen Personalmangel und Fahrplan-Chaos

Berlins Verkehrsbetriebe BVG kämpft mit massivem Personalmangel

Bis 2026 werden voraussichtlich über 4.300 Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in den Ruhestand gehen – und verschärfen damit die bestehende Personalkrise. Um gegenzusteuern, setzt das Unternehmen nun auf Quantencomputing, um Fahrpläne zu optimieren und Kosten zu senken.

In einem aktuellen Pilotprojekt wurde ein neues Einsatzplanungssystem für das BVG-Busnetz getestet. Mithilfe von Quantenalgorithmen lösten Forscher ein komplexes Problem, das 150 Fahrer auf verschiedenen Strecken betraf. Anders als herkömmliche Methoden berücksichtigte der Quantenansatz dabei individuelle Präferenzen der Fahrer – ein Aspekt, der bei klassischen Planungsverfahren oft vernachlässigt wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Lösung kombinierte den Bias-Field-DCQO-Algorithmus des Unternehmens Kipu Quantum mit DBSCAN-Clustering, um Verhaltensmuster der Fahrer zu identifizieren. Dadurch ließen sich API-Abfragen um 80 Prozent reduzieren, was die Effizienz des Systems deutlich steigert. Ein sogenannter Uncertainty Adapter, der einen Isolation-Forest-Anomalie-Detektor mit einem Gaussian-Process-Nachfrageprognosemodell verknüpft, bestimmte zudem die optimalen Zeitpunkte für eine Neuoptimierung der Pläne.

Das Projekt zeigte, dass der Sprung von Technologiereifegrad (TRL) 4 zu einem produktionsreifen Pilotprojekt auf TRL 6 innerhalb von 24 Monaten möglich ist – ein Zeitrahmen, der mit der Hardware-Roadmap von Kipu übereinstimmt und der BVG eine praktikable Lösung bietet. Selbst eine Effizienzsteigerung von nur 2 Prozent bei der Einsatzplanung könnte dem Unternehmen jährlich rund 18 Millionen Euro einsparen.

Die zugrundeliegende Systemarchitektur ist dabei nicht auf den Öffentlichen Nahverkehr beschränkt. Sie ließe sich auch auf andere logistische Herausforderungen übertragen, etwa die Schichtplanung in Krankenhäusern oder die Zustellung auf der „letzten Meile“.

Die Personalnot der BVG bleibt zwar ein drängendes Problem, doch Quantencomputing könnte einen Ausweg bieten. Das Pilotprojekt demonstrierte nicht nur Kosteneinsparungen und operative Verbesserungen, sondern zeigt auch Potenzial für Anwendungen über den Nahverkehr hinaus. Bei erfolgreicher Skalierung könnte die Technologie helfen, Personalengpässe zu bewältigen – und gleichzeitig die Effizienz in verschiedenen Branchen zu steigern.

Quelle