CDU hält Kreistagssitz in der Uckermark gegen AfD-Herausforderer Teichner
Sigmund FreudenbergerCDU hält Kreistagssitz in der Uckermark gegen AfD-Herausforderer Teichner
Die CDU hat bei einer mit Spannung verfolgten Wahl einen wichtigen Kreistagssitz in Ostdeutschland verteidigt. Karina Dörk besiegte den AfD-Herausforderer Felix Teichner im Landkreis Uckermark und sicherte sich mit klarem Abstand die Wiederwahl. Das Ergebnis fällt in eine Zeit, in der die rechtspopulistische Partei zwar in bundesweiten Umfragen zulegt, auf lokaler Ebene aber weiterhin Schwierigkeiten hat.
Dörk setzte in ihrem Wahlkampf auf regionale Themen und wies Debatten über die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück. Solche Diskussionen bezeichnete sie als „Scheindebatten“ und konzentrierte sich stattdessen auf die Anliegen der Region.
Ihr Kontrahent Felix Teichner gab sich für einen AfD-Kandidaten ungewöhnlich gemäßigter. Er inszenierte sich als bürgernah und trat bei Auftritten sogar mit linksgerichteten Volksliedern auf. Trotz dieser Bemühungen konnte er die Amtsinhaberin nicht schlagen.
Die Niederlage der AfD in der Uckermark passt in ein größeres Muster in Ostdeutschland: In diesem Jahr trat die Partei bei 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an – gewann davon aber nur zwei. Doch die bundesweiten Umfragewerte erzählen eine andere Geschichte. Aktuell liegt die AfD in den Erhebungen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zwei bis drei Punkte vor CDU und CSU.
Analysten stellen fest, dass die meisten Wähler, die CDU und CSU den Rücken kehren, nicht zur AfD wechseln. Stattdessen entscheiden sie sich für linksgerichtete Parteien oder planen, bei künftigen Wahlen der Abstimmung fernzubleiben.
Das Ergebnis in der Uckermark unterstreicht die zwiespältige Bilanz der AfD: stark in bundesweiten Umfragen, aber schwach in lokalen Wahlen. Dörks Sieg sichert der CDU vorerst die Kontrolle über einen weiteren ostdeutschen Landkreis. Unterdessen geht die Debatte darüber, wie man dem Aufstieg der AfD begegnen kann, weiter – auch in der neuesten Folge von Bundestalk, verfügbar auf Spotify, Deezer, iTunes und unserer Website.






