Chaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Wer bremst die Verkehrsrowdys?
Philip BinnerChaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Wer bremst die Verkehrsrowdys?
Die Wirtschaftsinitiative Wirtschaft Wolfenbüttel e.V. (IWW) hat sich besorgt über die zunehmenden Verkehrsverstöße in der Wolfenbütteler Fußgängerzone geäußert. Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Lieferfahrzeuge missachteten immer häufiger die bestehenden Beschränkungen – mit Gefahren für Fußgänger.
In einer aktuellen Pressemitteilung forderte die IWW die örtlichen Behörden und die Polizei zum Handeln auf. Vorgeschlagen wurden eine Aufklärungskampagne sowie strengere Kontrollen, um das Problem einzudämmen. Zudem regte die Initiative an, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.
Seitens des Landkreises hieß es, die Polizei werde ihre Präsenz in der Fußgängerzone verstärken und die Kontrollen ausweiten. Die verschärften Maßnahmen sollen bereits ab nächster Woche greifen.
Die Stadt Wolfenbüttel unterstützt zwar die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, sieht sich aber nicht in der Pflicht, selbst Kontrollen durchzuführen. Diese lägen in der Verantwortung der Polizei, erklärte die Stadtverwaltung. Gleichzeitig arbeite man daran, Lieferzeiten mit den erlaubten Fahrradfahrzeiten abzustimmen und die Verkehrsregeln zu überarbeiten.
Gleichzeitig räumte die Stadt ein, dass es derzeit aufgrund von Personal- und Zeitmangel Grenzen bei der Umsetzung gebe. Einen Bedarf für eine engere Zusammenarbeit mit Polizei oder Landkreis sehe man in dieser Angelegenheit jedoch nicht.
Die Polizei wird ab nächster Woche ihre Streifen in der Fußgängerzone intensivieren. Die Stadt konzentriert sich unterdessen auf die Anpassung der Lieferzeiten und die Überarbeitung der Verkehrsregeln. Die IWW hingegen drängt weiter auf eine breitere Kooperation und nachdrücklichere Maßnahmen, um die Sicherheit in der Zone zu verbessern.






