DAX zwischen Crashs, Skandalen und Reformen: Eine turbulente Geschichte
Ronald KramerDAX zwischen Crashs, Skandalen und Reformen: Eine turbulente Geschichte
Der DAX hat im Laufe seiner Geschichte dramatische Veränderungen erlebt. Zu den turbulentesten Phasen zählen steile Abstürze und spektakuläre Skandale, die seine Struktur nachhaltig prägten.
Am 16. Oktober 1989 erlebte der DAX seinen größten Tagesverlust und brach um fast 13 Prozent ein. Noch länger dauerte der Rückgang nach dem Platzen der Dotcom-Blase: Von März 2000 bis März 2003 fiel der Index fast drei Jahre lang kontinuierlich.
Im Jahr 2020 löste die COVID-19-Pandemie den schnellsten Crash der DAX-Geschichte aus – innerhalb von nur vier Wochen verlor er rund 40 Prozent seines Wertes. Im selben Jahr deckte der Zusammenbruch von Wirecard einen 1,9-Milliarden-Euro-Bilanzbetrug auf, woraufhin das Unternehmen im August 2020 aus dem DAX ausgeschlossen wurde. Erst zwei Jahre zuvor, im September 2018, war Wirecard in den Index aufgenommen worden.
Der Skandal führte zu grundlegenden Reformen: 2021 wurde der DAX von 30 auf 40 Unternehmen erweitert. Zudem wurden strengere Berichtspflichten und Profitabilitätskriterien für die Aufnahme eingeführt.
Anleger können den DAX nicht direkt kaufen, sondern nur über indirekte Anlageformen wie ETFs, Futures, Optionen, CFDs oder strukturierte Produkte investieren.
Volatilität prägt den DAX – von Tagescrashs bis zu langanhaltenden Baissephasen. Skandale wie der Wirecard-Fall trieben strukturelle Änderungen voran, die die Aufnahmekriterien für Unternehmen verschärften. Der Zugang bleibt jedoch auf indirekte Finanzinstrumente beschränkt.
