Deutsche Autohersteller aktualisieren Abgassoftware bei 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeugen
Sigmund FreudenbergerDeutsche Autohersteller aktualisieren Abgassoftware bei 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeugen
Deutsche Autohersteller haben sich verpflichtet, die Abgasreinigungssoftware von rund 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeugen zu aktualisieren. Mit dieser Maßnahme soll der Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide im gesamten Land reduziert werden. Die Vereinbarung wurde beim jüngsten „Diesel-Gipfel“ in Deutschland getroffen.
Die Software-Updates gelten jedoch nur für inländische Modelle. Verkehrsminister Alexander Dobrindt übt öffentlich Kritik an den Importfirmen, die sich bisher weigern, an dem Programm teilzunehmen.
Bisher hat der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) von seinen Mitgliedern keine Zusage für eine Beteiligung erhalten. Dennoch zeigt sich Toyota kooperativ: Das Unternehmen bietet Kunden, die ihre alten Diesel-Fahrzeuge gegen neue Hybridmodelle eintauschen, eine Prämie von 2.000 Euro im Rahmen der Umweltprämie an.
In der ersten Jahreshälfte machten Diesel-Fahrzeuge 33 Prozent der Neuzulassungen bei Importmarken aus – im Vergleich zu 47 Prozent bei deutschen Herstellern. Insgesamt hielten Importeure in diesem Zeitraum einen Marktanteil von 37,7 Prozent am gesamten Neuwagengeschäft.
Das Software-Update-Programm bleibt vorerst eine von Deutschland initiierte Maßnahme. Ob sich Importfirmen beteiligen, steht noch aus. Toyotas Engagement bei der Umweltprämie stellt einen seltenen freiwilligen Beitrag einer ausländischen Marke dar.






