10 June 2026, 00:42

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030

Rail CEO Palla fordert weitere 13 Milliarden Euro für das Schienennetz

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliardenhilfe bis 2030

Die Deutsche Bahn warnt, dass die Pünktlichkeit der Züge ohne zusätzliche Mittel bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken wird. Die Unternehmenschefin Evelyn Palla fordert Milliardeninvestitionen, um das Schienennetz zu erhalten und zu modernisieren. Die aktuellen Pläne, so ihre Argumentation, würden zentrale Ziele verfehlen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte der Deutschen Bahn ein klares Ziel gesetzt: Bis Ende 2029 sollen 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen. Doch interne Unterlagen zeigen, dass bis 2030 eine Finanzierungslücke von mindestens 13 Milliarden Euro besteht, um dieses Vorhaben zu erreichen.

Ohne die zusätzlichen Gelder rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Verschlechterung der Pünktlichkeit. Bis zum Ende des Jahrzehnts würden dann weniger als sechs von zehn Zügen planmäßig fahren. Eine Aufstockung um 13 Milliarden Euro könnte die Pünktlichkeitsquote jedoch auf Schnieders angestrebte 70 Prozent heben.

Die Deutsche Bahn betont zudem, dass eine Beibehaltung des aktuellen Finanzierungsniveaus nicht nur die Leistungen stabilisieren, sondern die Pünktlichkeit sogar um weitere fünf Prozentpunkte steigern würde. Dies würde helfen, die verbleibenden Ziele der Verkehrsagenda der Bundesregierung zu erreichen.

Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Deutsche Bahn unter wachsendem Druck steht, die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs zu verbessern. Sollten keine zusätzlichen Mittel fließen, müssen sich Fahrgäste auf noch mehr Verspätungen einstellen. Das Unternehmen besteht darauf, dass die Erfüllung des Pünktlichkeitsziels für 2029 nun von einer deutlichen Erhöhung der Investitionen abhängt.

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