20 April 2026, 18:18

Deutsche Bank verliert an Glanz – Commerzbank strahlt mit optimistischen Prognosen

Alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und dem Text "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Deutsche Bank verliert an Glanz – Commerzbank strahlt mit optimistischen Prognosen

Die Aussichten der Deutschen Bank haben sich eingetrübt, nachdem Analysten ihre Gewinnprognosen – insbesondere für das erste Quartal 2026 – deutlich nach unten korrigiert haben. Zudem schränkt der wachsende Fokus der Bank auf Privatkredite ihr Bewertungspotenzial ein. Gleichzeitig hat sich die Lage bei der Commerzbank aufgehellt: Hier wurden die Prognosen nach oben revidiert, und das Kursziel wurde optimistischer bewertet.

Die Barclays-Analystin Flora Bocahut hat die Deutsche Bank kürzlich von "Übergewichten" auf "Marktgewicht" herabgestuft. Das Kursziel sank deutlich von 39 auf 32 Euro. Die Gewinnschätzungen für das erste Quartal 2026 wurden nach unten angepasst, was auf einen schwachen Jahresstart hindeutet. Zudem bremst das starke Engagement im Bereich Privatkredite weitere Bewertungsgewinne.

Barclays rechnet nun damit, dass sich die deutsche Wirtschaft erst 2027 erholt – später als zunächst angenommen. Diese Verzögerung belastet die kurzfristige Performance der Deutschen Bank. Trotz dieser Herausforderungen gelten sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank weiterhin als solide langfristige Investitionen.

Im Gegensatz dazu erhielt die Commerzbank von Barclays eine Hochstufung – von "Marktgewicht" auf "Übergewichten". Das Kursziel stieg von 36 auf 42 Euro. Auch die Gewinnprognosen für die Jahre 2026 bis 2028 wurden um 2 bis 8 Prozent angehoben. Steigende Euribor-Swap-Sätze könnten zudem das Zinsüberschussgeschäft der Bank weiter stärken, insbesondere über ihr Replikationsportfolio im Volumen von 156 Milliarden Euro.

Die Attraktivität der Commerzbank wird durch ihr höheres Gewinnwachstumsmomentum und die günstigere Bewertung unterstrichen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 9 für die nächsten beiden Jahre ist sie im Vergleich zur Deutschen Bank günstiger bewertet. Zudem wirkt sich die Beteiligung von UniCredit an der Commerzbank stabilisierend aus und dient als Puffer gegen starke Kursrückgänge.

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Während die Deutsche Bank kurzfristig unter schwächeren Gewinnprognosen und konjunkturellen Verzögerungen leidet, profitiert die Commerzbank von verbesserten Wachstumsaussichten und einem höheren Kursziel. Die beiden Banken präsentieren damit gegensätzliche kurzfristige Perspektiven, werden aber weiterhin als stabile langfristige Anlageoptionen eingestuft.

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