26 June 2026, 22:15

Deutschland blockiert EU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte ab 2027

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

Deutschland blockiert EU-Methanregeln für Öl- und Gasimporte ab 2027

Deutschland hat sich einer Gruppe von EU-Regierungen angeschlossen, die sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas aussprechen. Die ab 2027 gültigen Regelungen könnten Einfuhren von Erdölprodukten einschränken, darunter auch Kerosin für die Luftfahrt. Berlin argumentiert, es benötige mehr Zeit, um die Treibstoffversorgung vor Inkrafttreten der Vorschriften zu sichern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Streitpunkt sind die Methan-Regeln der EU, gegen die sich zwölf Mitgliedstaaten stellen und eine dreijährige Verschiebung fordern. Die EU-Minister werden voraussichtlich in den kommenden Sitzungen über diesen Vorstoß beraten. Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, Berlin brauche zusätzliche Zeit, um stabile Gas- und Mineralölimporte zu gewährleisten.

Die Ablehnung der Regelungen beschränkt sich nicht auf Europa. Auch US-amerikanische Treibstofflieferanten äußerten Bedenken hinsichtlich der Compliance-Systeme und erklären, sie seien noch nicht vorbereitet. Umweltverbände widersprechen diesen Behauptungen. Die Debatte fällt zudem mit einem deutlichen Anstieg der Kerosinpreise zusammen, ausgelöst durch die Sperrung der Straße von Hormus, die die Versorgungssicherheit für Airlines und Regierungen zur Priorität gemacht hat.

Die Europäische Kommission versucht, Klimaziele mit den Risiken auf dem Treibstoffmarkt in Einklang zu bringen. Die Lage wird zusätzlich durch Störungen wie den Konflikt in der Straße von Hormus belastet, der das europäische Energiesystem unter Druck setzt.

Die geplanten Methan-Vorgaben zeigen die Herausforderungen bei der Umsetzung von ESG-Regularien in gehandelten Treibstoffmärkten auf. Compliance, Datenüberprüfung und die Vorbereitung der Lieferanten bleiben entscheidend, um den Marktzugang zu erhalten. Das Ergebnis der EU-Beratungen wird entscheiden, ob die Frist für 2027 bestehen bleibt oder verschoben wird.

Quelle