Deutschland zeigt Solidarität nach Mord an Walter Lübcke durch Rechtsextreme
Cathleen HövelDeutschland zeigt Solidarität nach Mord an Walter Lübcke durch Rechtsextreme
Tausende Menschen in ganz Deutschland sind auf die Straßen gegangen, um ihre Unterstützung für die Demokratie zu zeigen. Die Demonstrationen folgten dem Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke durch einen rechtsextremen Täter. Teilnehmer aus unterschiedlichen politischen Lagern standen gemeinsam ein, um demokratische Werte zu verteidigen.
Die Ermordung Walter Lübckes löste eine breite Welle der Solidarität aus. Seine Witwe, Irmgard Braun-Lübcke, betonte die große öffentliche Anteilnahme nach seinem Tod. Gleichzeitig äußerte sie, dass sie jüngste Äußerungen von Friedrich Merz zutiefst verstört hätten.
Merz hatte Kritiker unter den Demonstranten vor dem CDU-Parteihauptquartier scharf angegriffen. Er fragte, warum es nach Lübckes Ermordung keine vergleichbaren Kundgebungen gegeben habe. Sein Besuch fiel in eine Phase, in der CDU und CSU ihre Haltung zur sogenannten „Brandmauer“ gegen die rechtspopulistische AfD neu bewerten.
Als Reaktion auf den Mord bekräftigte der CDU-Bundesvorstand seine Entscheidung von 2018. Die Partei lehnte jede Zusammenarbeit mit der AfD auf allen Ebenen erneut ab.
Die Proteste zeigten das breite Engagement für demokratische Grundwerte. Die CDU bleibt in ihrer Ablehnung der AfD unnachgiebig und plant keine Kursänderung. Innerhalb der Partei dauert die Debatte über politische Grenzen indes an.
