26 June 2026, 16:13

Deutschlands Viehwirtschaft im Mai 2024: Weniger Höfe, mehr Großbetriebe

Weniger Schweinefarmen - aber mehr Schweine

Deutschlands Viehwirtschaft im Mai 2024: Weniger Höfe, mehr Großbetriebe

Deutschlands Viehwirtschaft zeigt im Mai 2024 gemischte Trends

Die Zahl der Schweinehalter in Deutschland geht weiter zurück, während der Rinderbestand nahezu unverändert bleibt. Insgesamt verzeichnet die Schweinepopulation im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg.

Die Anzahl der Schweinebetriebe sank im vergangenen Jahr um 550 – ein Rückgang von 3,6 %. Damit gibt es noch 14.700 Höfe, 9.800 weniger als vor zehn Jahren, was einem Minus von 40 % entspricht. Trotz der geringeren Betriebszahl sind die verbleibenden Betriebe größer geworden: Hielt ein Hof 2016 durchschnittlich etwa 1.100 Schweine, sind es heute rund 1.400 Tiere.

Der Gesamtbestand an Schweinen lag Anfang Mai 2024 bei etwa 21,0 Millionen Tieren – ein Plus von 0,6 % oder 131.100 Tieren gegenüber dem Vorjahr. Langfristig betrachtet ist die Schweinepopulation jedoch um 22,5 % geschrumpft: Innerhalb von zehn Jahren gingen 6,1 Millionen Tiere verloren.

Beim Rindfleischsektor zeigt sich ein anderes Bild. Der Bestand blieb mit einem minimalen Anstieg von 0,2 % (17.200 Tiere mehr) stabil und liegt nun bei rund 10,4 Millionen Rindern. Doch auch hier gab es im letzten Jahrzehnt einen deutlichen Rückgang: Minus 17,6 % oder 2,2 Millionen Tiere weniger als vor zehn Jahren.

Fazit: Die Schweinehaltung in Deutschland konsolidiert sich – es gibt weniger, aber größere Betriebe. Während die Schweinebestände kurzfristig leicht steigen, ist langfristig ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Rinderzahlen halten sich zwar aktuell stabil, doch auch sie sind über zehn Jahre hinweg gesunken.

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