Dreieich holt Erzieher:innen aus Spanien, Italien und Griechenland an
Sigmund FreudenbergerDreieich holt Erzieher:innen aus Spanien, Italien und Griechenland an
Dreieich verstärkt Anwerbung von Erzieherfachkräften aus dem Ausland
Um den Mangel an Fachkräften in Kitas zu bekämpfen, setzt Dreieich verstärkt auf die Anwerbung qualifizierter Erzieher:innen aus dem Ausland. Die Stadt arbeitet dafür mit zwei spezialisierten Personalvermittlungen zusammen, um ausgebildetes Personal aus Spanien, Italien und Griechenland zu gewinnen. Die ersten drei Fachkräfte aus Spanien werden noch in diesem Monat ihre Arbeit aufnehmen; weitere sollen Anfang nächsten Jahres folgen.
Die Stadtverwaltung hat sich bei EURES und der Initiative "Incoming Erzieher:in" registriert, um internationale Bewerber:innen zu gewinnen. Das Recruiting-Unternehmen Helmeca sichtet bereits Kandidaten in Madrid, wo es eine Sprachschule betreibt, um zukünftige Fachkräfte vorzubereiten. Vor ihrer Ankunft müssen die Erzieher:innen Deutschkenntnisse auf B2-Niveau nachweisen; nach Arbeitsbeginn sind weitere Sprachkurse geplant, um das C1-Niveau zu erreichen.
Zusätzlich hat Dreieich die TalentOrange GmbH beauftragt, die Suche auszuweiten. Die erste Gruppe mit drei spanischen Fachkräften wird am 25. September 2023 in verschiedenen Kitas ihren Dienst antreten. Weitere über TalentOrange angeworbene Mitarbeiter:innen sollen bereits ab Januar 2024 hinzukommen.
Aktuell fehlen der Stadt etwa 35 Vollzeitkräfte, um die Kapazitäten in den Kindertageseinrichtungen voll auszuschöpfen. Da die heimische Ausbildung den Bedarf nicht decken kann, setzt die Verwaltung auf internationale Rekrutierung, um die Lücken zu schließen.
Die neuen Mitarbeiter:innen erhalten auch nach ihrer Ankunft weitergehende Sprachförderung, um die Qualifikationsstandards zu erfüllen. Wie viele zusätzliche Fachkräfte bis Ende 2024 eingestellt werden, steht noch nicht fest. Die Stadt nutzt jedoch aktiv verschiedene Kanäle, um den dringend benötigten Personalbedarf zu decken. Die ersten Ankünfte markieren den Start einer umfassenderen Strategie gegen den anhaltenden Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung.