Düsseldorf stoppt Neubau des Opernhauses – Sanierung statt Milliardenprojekt
Philip BinnerDüsseldorf stoppt Neubau des Opernhauses – Sanierung statt Milliardenprojekt
Düsseldorf gibt Pläne für neues Opernhaus auf
Wegen steigender Kosten und Haushaltszwängen hat Düsseldorf den Bau eines neuen Opernhauses gestrichen. Stattdessen wird die Stadt ihr historisches Haus sanieren, wie Oberbürgermeister Stephan Keller bestätigte. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Debatten über die beste Vorgehensweise zur Modernisierung des kulturellen Wahrzeichens.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch das Projekt „Opernhaus der Zukunft“ mit geschätzten Kosten von mindestens 716 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Doch die Ausgaben stiegen rasant an, sodass sich die Gesamtbelastung über 50 Jahre auf rund 1,8 Milliarden Euro summiert hätte. Die Behörden verwarfen den Plan schließlich mit Verweis auf die „aktuellen finanziellen Spielräume“.
Eine umfassende Sanierung des bestehenden Gebäudes war 2021 zunächst verworfen worden. Da die Neubaukosten jedoch auf eine Milliarde Euro gedeckelt wurden und andere Großprojekte wie Schulen und eine neue Brücke Mittel binden, lenkte der Rat um. Die Deutsche Oper am Rhein wird während der Bauarbeiten weiterhin spielen.
Die Entscheidung markiert einen Wechsel von einem teuren Neubau hin zu einer kostengünstigeren Aufwertung. Der Spielbetrieb läuft wie gewohnt weiter, sodass das Publikum keine Einschränkungen befürchten muss. Nun gilt es für die Stadt, kulturelle Ansprüche mit dringenden Infrastrukturvorhaben in Einklang zu bringen.






