Einbahnstraßensystem in der Bahnstraße wird nach Testphase dauerhaft eingeführt
Philip BinnerEinbahnstraßensystem in der Bahnstraße wird nach Testphase dauerhaft eingeführt
Der Stadtrat hat das Einbahnstraßensystem in der oberen Bahnstraße nach einer einjährigen Testphase dauerhaft eingeführt. Die im Dezember 2023 einstimmig getroffene Entscheidung behält zentrale Änderungen aus dem städtischen Pilotprojekt bei – darunter ein Tempolimit von 20 km/h, neue Straßenmarkierungen sowie verbesserte Fußgänger- und Radwegeinfrastruktur.
Die ursprüngliche Erprobungsphase lief von Juli 2023 bis Juni 2024 im Rahmen des hessischen Programms "Zukunftsstadt Innenstadt". In dieser Zeit wurde der Abschnitt zwischen Zimmerstraße und Lutherplatz grundlegend umgestaltet, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit zu optimieren.
Radfahrer dürfen nun auf der gesamten Einbahnstrecke entgegengesetzt zur Fahrtrichtung der Autos fahren. Der neu gestaltete Zugang vom Lutherplatz-Kreisel in die Bahnstraße verfügt über klare Barrieren und Markierungen, die sie leiten. Zudem wurde die beidseitige "Door-Zone" – der Bereich, in dem Autotüren gefährlich aufgehen können – bis zum Lutherplatz verlängert, um das Unfallrisiko zu verringern.
Weitere dauerhafte Änderungen umfassen X-förmige Straßensymbole, die Halteverbotszonen an Hofeinfahrten kennzeichnen. Zwei große Pflanzkübel wurden zum Lutherplatz versetzt, um das Erscheinungsbild aufzuwerten. Zudem sorgt eine neu eingerichtete Ladezone vor dem Neubau Bahnstraße 3–7 dafür, dass Lieferdienste die Straße nicht mehr blockieren.
Die beibehaltenen Maßnahmen bilden die Grundlage für die weitere Planung der Bahnstraße. Das Tempolimit von 20 km/h, die Fußgängerüberwege und die Straßenmöblierung bleiben als feste Bestandteile des langfristigen Konzepts erhalten. Die Entscheidung des Stadtrats spiegelt den Erfolg des Modells wider, das die Sicherheit und Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert hat.






