31 May 2026, 00:14

Ende Gelände startet massive Klimaproteste gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Ende Gelände startet massive Klimaproteste gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Klimabündnis Ende Gelände startet Protestwelle im Ruhrgebiet

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Die antikapitalistische Klimaallianz Ende Gelände hat eine Reihe von Protestaktionen im gesamten Ruhrgebiet gestartet. Rund 1.500 Aktivistinnen und Aktivisten beteiligten sich am Freitag an vier koordinierten Aktionen, die sich gegen zentrale Industrieanlagen richteten. Ihr Ziel: den Ausbau der fossilen Gasinfrastruktur in Deutschland zu stoppen.

In Gelsenkirchen-Scholven blockierten Demonstranten das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gasanlage geplant ist. Während der Besetzung des Geländes installierten die Aktivistinnen und Aktivisten Solarpaneele auf dem Werksgelände, um auf Alternativen aus erneuerbaren Energien aufmerksam zu machen.

Eine weitere Gruppe unterbrach den Betrieb der Gießerei Friedrich Wilhelms Hütte in Mülheim – gezielt zum Schichtwechsel. Das Werk gehört zu KNDS, einem Konzern, in den die Bundesregierung Milliarden investieren will. Gleichzeitig besetzten andere Protestierende die Werksgleise von Europipe, dem größten Pipeline-Hersteller Europas, der ebenfalls in Mülheim ansässig ist.

In Hamm zogen Aktivistinnen und Aktivisten in Richtung Hauptbahnhof und trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Energiekonzerne enteignen!“ Ihre Demonstration erhöht den Druck auf die fossile Brennstoffindustrie.

Die Proteste finden einen Tag vor einer großen Kundgebung statt, die für Samstag erwartet wird und tausende weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer anziehen soll. Umweltgruppen und prominente Persönlichkeiten wie Greta Thunberg haben ihre Unterstützung zugesagt. Allerdings bestätigte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Polizeiverbot für die geplante Aktion am Kraftwerk Gersteinwerk, was die möglichen Versammlungsorte für die Aktivistinnen und Aktivisten einschränkt.

Bei den Freitagskundgebungen setzten 1.500 Menschen ein klares Zeichen gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet. Mit einer noch größeren Demonstration am Samstag treibt die Bewegung ihre Forderung nach einer Klimapolitik voran, die auf erneuerbare Energien setzt. Durch das Verbot der Proteste am Kraftwerk Gersteinwerk werden sich die Aktivistinnen und Aktivisten nun auf andere zugelassene Orte konzentrieren.

Quelle