Energiewende-Blogger wachsen: Vom Nischenprojekt zur Bewegung mit klaren Regeln
Ronald KramerEnergiewende-Blogger wachsen: Vom Nischenprojekt zur Bewegung mit klaren Regeln
Energiewende-Blogger: Von 19 Gründungsmitgliedern zu einer wachsenden Bewegung
Die deutsche Energiewende-Blogger-Gruppe hat sich seit ihrem Start rasant entwickelt. Was mit 19 Gründungsmitgliedern begann, zählt mittlerweile rund 50 Blogger:innen. Am vergangenen Wochenende trafen sie sich im Hauptsitz des Wechselrichterherstellers SMA in Kassel zu einem BarCamp, um über ihre nächsten Schritte zu beraten.
Erstmals auf sich aufmerksam wurde die Gruppe während der Intersolar im vergangenen Jahr in München. Ihr Stand befand sich direkt neben dem des Kohlekonzerns RWE – eine symbolträchtige Nachbarschaft, die Debatten darüber auslöste, wie mit dem Interesse traditioneller Energieunternehmen umgegangen werden soll. Prominente Redner wie die Energieökonomin Claudia Kemfert und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell zogen mit ihren Diskussionen zudem zahlreiche Besucher an.
Um Greenwashing-Vorwürfen entgegenzuwirken, einigte man sich auf strengere Aufnahmekriterien. Die Mitglieder diskutierten Vorschläge zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und kürten im Rahmen eines Wettbewerbs den Siegerbeitrag für "Deutschlands besten EEG-Entwurf". Allerdings wich der prämierte Vorschlag deutlich von den später beschlossenen Novellierungen ab.
Um internationale Blogger:innen einzubinden, wurde nun ein englischsprachiges Forum eingerichtet. Interessierte können sich unter [email protected] bewerben, indem sie ihren Hintergrund schildern und einen Link zu ihrem Blog teilen. Zwar existiert bereits ein englischer Newsfeed mit Beiträgen, bisher stammen diese jedoch ausschließlich vom SMA-Blog.
Die Energiewende-Blogger wachsen weiter – mit klareren Regeln für neue Mitglieder. Ihr jüngstes Treffen in Kassel diente der strategischen Ausrichtung und der Erweiterung ihrer Reichweite. Das neue englische Forum soll internationale Stimmen einbinden, auch wenn die Beteiligung bisher noch überschaubar ist.






