Erfolg beim Investieren hängt stärker von der Persönlichkeit als von Marktkenntnis ab
Sigmund FreudenbergerErfolg beim Investieren hängt stärker von der Persönlichkeit als von Marktkenntnis ab
Finanzieller Erfolg hängt mehr von Selbstwahrnehmung als von Marktkenntnis ab – das legt zumindest eine neue Studie nahe. Andreas Hackethal, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt, behauptet, dass die Persönlichkeit beim Investieren eine größere Rolle spielt als die Wahl der richtigen Aktien oder Fonds. Seine Arbeit verbindet Psychologie und Finanzwissenschaft, um zu erklären, warum manche Menschen mit Geld erfolgreich sind, während andere kämpfen.
Hackethals Forschung untersucht, wie individuelle Charakterzüge finanzielle Entscheidungen prägen. Er argumentiert, dass das Verständnis der eigenen Persönlichkeit der Schlüssel zu besserem Sparen und Investieren ist. Damit widerspricht er der weitverbreiteten Annahme, dass Erfolg allein von der Auswahl des besten ETF oder der besten Aktie abhängt.
Seine Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Verhaltensweisen wie Disziplin, Geduld oder Risikobereitschaft direkte Auswirkungen auf finanzielle Ergebnisse haben. Menschen mit bestimmten Persönlichkeitstypen sparen möglicherweise konsequenter oder treffen weniger impulsive Entscheidungen. Die Studie zeigt, dass selbst einfache Finanzprodukte gute Erträge bringen können – vorausgesetzt, sie passen zur richtigen Einstellung.
Die Forschung verlagert den Fokus von Markstrategien hin zur Selbstreflexion. Hackethals Arbeit legt nahe, dass die Verbesserung finanzieller Gewohnheiten mit Selbsterkenntnis beginnt. Für Anleger könnte das bedeuten: bessere langfristige Ergebnisse – ganz ohne komplexes Finanzwissen.






