EU-Zollreform macht Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli deutlich teurer
Ronald KramerEU-Zollreform macht Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli deutlich teurer
Online-Einkäufe aus Ländern außerhalb der EU werden ab dem 1. Juli 2023 teurer. Ab diesem Datum fallen neue Zollgebühren und Steuern auf günstige Sendungen an, was die Kosten für Verbraucher erhöht. Eine weitere Änderung im Jahr 2026 wird eine zusätzliche Pauschalgebühr für solche Käufe einführen.
Ab diesem Juli müssen Käufer bei Händlern außerhalb der EU mit Zusatzkosten rechnen. Die Einfuhrumsatzsteuer gilt künftig für alle Sendungen – selbst wenn ihr Wert unter 150 Euro liegt. Einige Versandunternehmen könnten zudem eine Bearbeitungsgebühr für die Zollabfertigung erheben.
Doch damit nicht genug: Ab dem 1. November 2026 kommt eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie auf Sendungen unter 150 Euro hinzu. Die Europäische Kommission wird die genaue Höhe dieser Gebühr festlegen. Ein Handyhülle für 7 Euro könnte so nach allen Abgaben fast 20 Euro kosten.
Innerhalb der EU bleibt das Einkaufen unkomplizierter – hier fallen auf die meisten Waren keine zusätzlichen Steuern oder Zölle an. Ausnahmen bilden Kaffee, Alkohol, Tabak und verwandte Produkte. Doch beim Kauf außerhalb der EU drohen nicht nur höhere Kosten: Verbraucherrechte sind oft schwächer ausgeprägt, und Rückgaben oder Erstattungen können schwierig werden. Experten raten, vor Bestellungen bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen genau zu prüfen.
Die neuen Regelungen führen bereits diesen Sommer zu höheren Preisen für Online-Bestellungen aus Drittländern. 2026 folgt eine zweite Welle an Gebühren, die günstige Importe weiter verteuert. Verbraucher sollten die Konditionen daher sorgfältig prüfen und gegebenenfalls auf Händler innerhalb der EU ausweichen, um unerwartete Kosten zu vermeiden.






