28 June 2026, 14:14

Europa will Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten verringern

Deutschland und China

Europa will Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten verringern

Europa steht vor wachsenden Sorgen über seine Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten. Das Thema gewann an Brisanz, als Vertreter beider Seiten kürzlich hochrangige Gespräche über Handel und Investitionen führten. Die Europäische Kommission bezeichnete die aktuelle Lage als „nicht tragbar“ und signalisierte damit einen Kurswechsel in ihrer Herangehensweise.

Ende Mai reiste die deutsche Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nach China, um die Handels- und Investitionsbeziehungen zu erörtern. Ihr Besuch wurde nicht als Herausforderung für die europäische Gesamtstrategie gewertet, sondern als Testfall für die Bewältigung von Kooperation, Rohstoffsicherheit, Lieferketten und fairen Wettbewerbsbedingungen.

Zuvor hatte Ling Ji, Chinas Vizehandelsminister, Brüssel besucht, um die Einrichtung eines Konsultationsmechanismus für Handel und Investitionen mit der Europäischen Kommission zu prüfen. Der Besuch unterstrich die Verwundbarkeit Europas – insbesondere in Bereichen wie der Verarbeitung Seltener Erden, wo China erheblichen Einfluss besitzt.

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Beim EU-Gipfel Mitte Juni konzentrierten sich die Staats- und Regierungschefs auf die Antwort auf „globale makroökonomische Ungleichgewichte“, wobei China im Mittelpunkt der Debatten stand. Die Europäische Volkspartei (EVP) drängte zudem auf eine härtere Haltung gegenüber Peking. Unterdessen arbeitet Brüssel daran, Abhängigkeiten in verbindliche Regeln umzuwandeln und den Marktzugang an strengere Kontrollen zu knüpfen.

Der Wandel in Deutschlands Vorgehen spiegelt eine breitere europäische Anstrengung wider, das Verhältnis zu China neu zu gestalten. Ziel der Gespräche ist es, Schwachstellen in kritischen Lieferketten zu verringern und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Diese Schritte markieren einen deutlichen Wechsel – weg von der bloßen Aufrechterhaltung der Beziehungen, hin zur aktiven Gestaltung der Kooperationsbedingungen.

Quelle