Europas Paketflut 2024: 6,2 Milliarden Sendungen rollen durch die Logistiknetze
Philip BinnerEuropas Paketflut 2024: 6,2 Milliarden Sendungen rollen durch die Logistiknetze
Europas Paketversand steht vor Rekordvolumen in der Hochsaison 2024
In der diesjährigen Hauptversandzeit wird Europa einen deutlichen Anstieg der Paketzustellungen verzeichnen: Im Vergleich zu 2023 steigt das Volumen um 9 %. Zwischen Oktober und Dezember 2024 werden auf dem Kontinent rund 6,2 Milliarden Sendungen befördert – mit einem Gesamtgewicht von knapp 7,5 Millionen Tonnen. Spitzenreiter sind das Vereinigte Königreich und Deutschland, die allein in diesen drei Monaten Milliarden Pakete abwickeln werden.
Das Vereinigte Königreich bleibt mit 1,3 Milliarden Sendungen – das entspricht 21 % des europäischen Hochsaisonvolumens – der größte Logistikstandort Europas. Deutschland folgt dicht dahinter: Hier werden im selben Zeitraum voraussichtlich 1,1 Milliarden Pakete verschickt, was einem Anteil von 17,4 % am europäischen Gesamtaufkommen entspricht.
B2C-Lieferungen prägen die Saison Den größten Teil des Versandvolumens machen Geschäfte zwischen Unternehmen und Verbrauchern (B2C) aus, die europaweit 70 % aller Sendungen ausmachen. In Deutschland liegt dieser Anteil etwas niedriger: Hier entfallen 64,6 % auf B2C-Pakete. Besonders belastend wird für die hiesige Logistikbranche der Black Friday am 29. November, an dem die Sendungszahlen im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 7,5 % steigen werden. An diesem einen Tag werden deutsche Logistikdienstleister etwa 29,5 Millionen Pakete abfertigen.
Trotz des allgemeinen Wachstums gibt es keine öffentlich zugänglichen Daten darüber, wie viele der 1,1 Milliarden Sendungen in Deutschland innerdeutsch abgewickelt werden müssen. Diese Informationslücke wirft Fragen zur Belastung der lokalen Infrastruktur in der Spitzenphase auf.
Logistiknetze vor großer Herausforderung Die Hochsaison 2024 wird die europäischen Logistiknetze auf eine harte Probe stellen: 6,2 Milliarden Pakete müssen quer über den Kontinent transportiert werden. Deutschlands Anteil von 1,1 Milliarden Sendungen wird maßgeblich von der B2C-Nachfrage und den Spitzenbelastungen am Black Friday geprägt sein. Nun gilt es für Speditionen und Infrastruktur, sich in den kommenden Monaten auf die erhöhten Kapazitätsanforderungen vorzubereiten.






