Fahimi fordert klare Industriepolitik für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft
Sigmund FreudenbergerFahimi fordert klare Industriepolitik für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hat gefordert, die Industriepolitik zu stärken, um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands zu sichern. In einer aktuellen Stellungnahme warnte sie, dass der globale Wettbewerb – insbesondere mit China und den USA – das Land in eine ungünstige Position gebracht habe. Fahimi betonte die Notwendigkeit gezielter Investitionen und klarer Prioritäten, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu erhalten.
Kritik übte sie an pauschalen Kürzungen von Subventionen: Undifferenzierte Einschnitte würden Schlüsselsektoren schwächen, so ihre Argumentation. Stattdessen sprach sie sich für eine gezielte Förderung von Branchen wie grüner Stahlproduktion, Elektromobilität und bezahlbarem Industriestrom aus. Solche Maßnahmen, so Fahimi, würden Arbeitsplätze sichern und die regionale Produktion stärken.
Zugleich wies sie Vorschläge zur Reform der Arbeitszeitregelungen als unrealistisch zurück – besonders für Unternehmen, die bereits mit schwacher Nachfrage kämpften. Angesichts der täglichen Belastungen von Beschäftigten, von Haushaltsaufgaben bis zu Pflegeverpflichtungen, warnte sie vor politischen Maßnahmen, die ihre Arbeitsbelastung weiter verschärfen könnten.
Obwohl der DGB zu einer Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bereit sei, machte Fahimi deutlich, dass Gewerkschaften keine staatlichen Aufgaben übernehmen oder wie eine politische Koalition über Gesetzesvorhaben verhandeln könnten. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands sei jedoch ein dringendes Treffen mit den Sozialpartnern notwendig.
Fahimis Äußerungen unterstreichen den Anpassungsdruck auf die deutsche Industrie in einem sich wandelnden globalen Markt. Ihr Appell für strategische Investitionen und stabile Arbeitsbedingungen spiegelt die Sorge um wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und das Wohl der Beschäftigten wider. Wie die Bundesregierung diese Prioritäten angeht, wird die nächsten Schritte bestimmen.






