Frankfurter Gymnasium wird zu Ehren von Margot Friedländer umbenannt
Philip BinnerFrankfurter Gymnasium wird zu Ehren von Margot Friedländer umbenannt
Hessen benennt Neues Gymnasium Frankfurt in Erinnerung an Margot Friedländer um
Das Neue Gymnasium Frankfurt soll künftig den Namen von Margot Friedländer tragen, einer der bekanntesten Überlebenden des Holocaust und engagierten Zeitzeugin. Der Vorschlag stammt von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und soll ihr Lebenswerk – die Bewahrung des Gedenkens an die NS-Verbrechen – dauerhaft ehren. Friedländer, die im Mai 2025 verstorben ist, widmete sich bis zuletzt der Aufklärung jüngerer Generationen über die Schrecken des Regimes und die Bedeutung von Toleranz.
Margot Friedländer verbrachte einen Großteil ihres Lebens in den USA, bevor sie nach Berlin zurückkehrte. Dort wurde sie zu einer der wichtigsten Zeitzeuginnen, die mit ihren Erzählungen über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufklärte. Bis ins hohe Alter setzte sie sich aktiv für ein respektvolles Miteinander und historisches Bewusstsein ein.
Boris Rhein bezeichnete die Umbenennung als einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der Erinnerungskultur in Hessen. Er betonte die Rolle von Schulen im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus sowie bei der Vermittlung demokratischer Werte. In Würdigung ihres Engagements verlieh Rhein Friedländer posthum im Dezember 2025 die Wilhelm-Leuschner-Medaille, die höchste Auszeichnung des Landes Hessen.
Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte die Entscheidung und nannte sie ein „starkes Signal für das Bildungssystem“. Erstmals wird damit in Hessen eine Schule nach Friedländer benannt – ein Vorbild für demokratische Bildung in ganz Deutschland. Die Schule wird künftig Margot-Friedländer-Gymnasium heißen. Mit der Umbenennung soll ihr Vermächtnis im schulischen Alltag verankert und die historische Verantwortung gestärkt werden. Der Schritt unterstreicht Hessens Engagement, Bildung als Waffe gegen Vergessen und Intoleranz einzusetzen.






