Frankfurter Hauptbahnhof revolutioniert Gleisnutzung gegen Verspätungen und Überlastung
Cathleen HövelFrankfurter Hauptbahnhof revolutioniert Gleisnutzung gegen Verspätungen und Überlastung
Frankfurter Hauptbahnhof, Deutschlands zweitgrößter Eisenbahnknotenpunkt, führt Änderungen ein, um Verspätungen zu reduzieren und Überlastung zu verringern. Fast eine halbe Million Fahrgäste passieren den Bahnhof täglich – Staus sind hier eine häufige Ursache für bundesweite Zugausfälle. Neue Maßnahmen ermöglichen es nun, dass zwei Züge gleichzeitig eine Gleisseite einer Plattform nutzen.
Der Bahnhof hat zusätzliche Signale installiert, um die Bahnsteige in zwei separate Abschnitte zu unterteilen. Dadurch können längere Züge in kürzere Verbindungen mit unterschiedlichen Zielen aufgeteilt werden. Die Änderung betrifft die Gleise 10, 11, 14, 15, 16 und 17 und gibt den Betreibern mehr Flexibilität.
Ein neues Gleis mit der Nummer 25 ist ebenfalls in Planung. Die Genehmigung für den Bau wird bis Herbst 2025 erwartet, erste Vorbereitungsarbeiten sollen im Januar 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist jedoch frühestens für 2027 vorgesehen.
Langfristig sind zudem ein bereits angekündigter Fernbahntunnel sowie ein neuer unterirdischer Bahnhof geplant. Der Baubeginn für diese Projekte ist für das frühe nächste Jahrzehnt angesetzt.
Die Modernisierungen am Hauptbahnhof sollen Engpässe verringern und die Pünktlichkeit im gesamten Netz verbessern. Angesichts von fast 500.000 Reisenden täglich tragen die Änderungen zu einer effizienteren Kapazitätsnutzung bei. Weitere Vorhaben, darunter ein neuer Tunnel und ein unterirdischer Bahnhof, bleiben für die kommenden zehn Jahre in der Pipeline.






