31 May 2026, 04:23

Frankfurts IPO-Nacht feiert Rekord-Börsengänge und Rüstungs-Einhorn Helsing

IPO Night in Frankfurt: Schott Pharma, Talanx und Helsing geehrt - Lindner und Rhein als Top-Redner

Frankfurts IPO-Nacht feiert Rekord-Börsengänge und Rüstungs-Einhorn Helsing

Frankfurts jährliche IPO-Nacht ehrt Spitzenleistungen der deutschen Kapitalmärkte

Diese Woche feierte Frankfurts traditionelle IPO-Nacht die wichtigsten Erfolge der deutschen Kapitalmärkte. Im Mittelpunkt standen bedeutende Finanzierungen, darunter ein rekordverdächtiger Börsengang sowie eine wegweisende Finanzierungsrunde für ein Rüstungsunternehmen. Prominente Gäste wie Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Bundesfinanzminister Christian Lindner sprachen zudem aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen an.

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Bei der Veranstaltung wurden drei herausragende Transaktionen des Jahres 2023 ausgezeichnet. Schott Pharma, ein Zulieferer für Pharmaverpackungen – darunter auch die Fläschchen für den COVID-19-Impfstoff von BioNTech –, erhielt den Preis für den Herausragenden Börsengang. Mit einem Börsenwert von 935 Millionen Euro stellte das Unternehmen den größten IPO Deutschlands im vergangenen Jahr.

Das KI-Rüstungsunternehmen Helsing, das sich auf Software für Kampfflugzeuge, Panzer und U-Boote spezialisiert hat, wurde für die Herausragende Private Finanzierungsrunde geehrt. Das Unternehmen, das 2023 zum ersten europäischen Rüstungs-„Einhorn“ aufstieg, sicherte sich in seiner Series-C-Runde 450 Millionen Euro.

Unterdessen erhielt die Talanx-Gruppe den Preis für die Herausragende Eigenkapitalfinanzierung – und zwar für ihre erste Kapitalerhöhung seit dem Börsengang im Jahr 2012. Damit sollte der Anteil frei handelbarer Aktien am Markt ausgeweitet werden.

Während der Veranstaltung kritisierte Rhein den jüngsten Einstieg der UniCredit bei der Commerzbank und betonte, der deutsche Geldinstitut brauche Unterstützung statt externen Drucks. Lindner verwies in seiner Rede auf den Mangel an Privatkapital als größte wirtschaftliche Hürde des Landes. Der ESA-Astronaut Matthias Maurer forderte unterdessen eine stärkere Förderung von Start-ups, insbesondere in der Raumfahrtinnovation.

Die Auszeichnungen unterstrichen die Widerstandsfähigkeit der deutschen Kapitalmärkte trotz übergeordneter wirtschaftlicher Herausforderungen. Mit bedeutenden Finanzierungen in den Bereichen Pharma, Verteidigung und Versicherungen rückte die Veranstaltung wachstumsträchtige Sektoren in den Fokus. Die Reden machten jedoch deutlich, dass die Sorgen über Investitionslücken und externen Druck auf heimische Unternehmen weiterhin bestehen.

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