Frankfurts Naxoshalle wird zum ganzjährigen Kulturort mit Millionen-Investition saniert
Philip BinnerFrankfurts Naxoshalle wird zum ganzjährigen Kulturort mit Millionen-Investition saniert
Frankfurts Naxoshalle steht vor einer umfassenden Sanierung für ganzjährige Veranstaltungen
Die Naxoshalle in Frankfurt wird grundlegend modernisiert, um künftig das ganze Jahr über genutzt werden zu können. Mit dem Projekt sollen langjährige technische Mängel behoben werden – darunter das Fehlen einer festen Heizungsanlage. Die Stadt hat für die erste Phase der Aufwertung rund 820.000 Euro bereitgestellt.
Ursprünglich als Industrielager genutzt, wurde die Naxoshalle 2006 zu einem kulturellen Zentrum umgestaltet. Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim gelegen, dient sie heute als Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen und Theater statt als Lager- oder Produktionsstätte. Der Wandel hat Künstler, Musiker und Besucher angezogen, den Publikumsverkehr belebt und das Programm vielfältiger gemacht.
Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten. In der ersten Phase steht die technische Infrastruktur des Theaters Willy Praml im Fokus, um zuverlässige Bedingungen für Aufführungen zu schaffen. Eine permanente Heizung wird eingebaut, sodass winterliche Spielpausen der Vergangenheit angehören. Zudem werden Brandschutzmaßnahmen auf den aktuellen Stand gebracht.
Vorbereitende Arbeiten haben bereits begonnen, darunter Untersuchungen der Betondecke der Halle. Der Theaterraum und das Foyer werden so umgestaltet, dass sie sowohl im Sommer als auch im Winter nutzbar sind. Zusätzlich entsteht im südlichen Seitenschiff ein kleinerer Veranstaltungsraum mit etwa 60 Plätzen. In der südlichen Galerie kommen weitere Lagerflächen für das Theater und das Bornheimer Jugendzentrum hinzu.
Durch die Modernisierung kann die Naxoshalle künftig ganzjährig betrieben werden. Mit besserer Heizung, verbessertem Brandschutz und flexiblen Räumlichkeiten wird das Haus ein noch breiteres Veranstaltungsspektrum ermöglichen. Die Investition der Stadt sichert der Naxoshalle ihre Position als zentraler Kulturort Frankfurts.