Fulda testet als Modellregion die digitale Unternehmensgründung in 24 Stunden
Cathleen HövelFulda testet als Modellregion die digitale Unternehmensgründung in 24 Stunden
Fulda als eine von neun Modellregionen für vereinfachte Unternehmensgründung ausgewählt
Fulda wurde als eine von neun Pilotregionen für ein neues Bundesprojekt ausgewählt, das die Gründung von Unternehmen erleichtern soll. Die Initiative mit dem Namen „Schnell gegründet“ erprobt vollständig digitale Abläufe, um Bürokratie abzubauen und die Gründung von Firmen zu beschleunigen. Lokale Verantwortliche sehen darin einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Verwaltung in Hessen.
An dem Vorhaben beteiligen sich die Stadt Fulda, die benachbarte Gemeinde Petersberg sowie Landes- und Bundesbehörden. Ziel ist es, ein System zu schaffen, in dem sich neue Unternehmen innerhalb von 24 Stunden online anmelden können. Dafür sollen Verwaltungsleistungen digital gebündelt, Register effizienter verknüpft und das „Once-Only-Prinzip“ angewendet werden – das bedeutet, dass Gründer dieselben Angaben nicht mehrfach einreichen müssen.
Im Rahmen des Projekts wird die Bürokratie durch straffere Genehmigungsverfahren und eine bessere Abstimmung zwischen den Behörden reduziert. Als Modellstandort wird Fulda praktische Erkenntnisse für das übrige Hessen liefern und dazu beitragen, den Prozess vor einer flächendeckenden Einführung zu optimieren. Die Teilnahme der Stadt unterstreicht zudem ihr Engagement für ein dynamischeres Gründungsgeschehen.
Über die lokalen Vorteile hinaus zielt die Initiative darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands insgesamt zu stärken. Durch schnellere und digitalere Anmeldeverfahren hoffen die Verantwortlichen, mehr Unternehmer anzuziehen und die regionale Wirtschaft zu beleben. Sollte das Projekt in Fulda erfolgreich verlaufen, könnte es als Vorbild für andere Regionen im Land dienen.
Das Pilotprogramm wird in den kommenden Monaten in Fulda durchgeführt, wobei die Ergebnisse die künftige Ausgestaltung der Politik prägen sollen. Bei Erfolg könnte der vollständig digitale Gründungsprozess bundesweit zum Standard werden. Bis dahin markiert das Engagement der Stadt einen konkreten Schritt hin zu weniger Papierkram und mehr Unterstützung für Existenzgründer.






