05 June 2026, 10:37

Geheime DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro an mysteriösen Käufer versteigert

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Geheime DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro an mysteriösen Käufer versteigert

Verlassene künstliche Insel vor Deutschlands Ostseeküste für 60.000 Euro versteigert

Die verlassene künstliche Insel Ostervilm vor der deutschen Ostseeküste wurde für 60.000 Euro unter den Hammer gebracht. Die einst geheime Militäranlage wechselte am 4. Juni den Besitzer, nachdem sie mit einem Mindestgebot von 39.000 Euro angeboten worden war. Der Käufer erwirbt damit eine verfallene Struktur mit kaum praktischem Nutzen.

Ostervilm wurde von der Volksmarine der DDR errichtet, um eine Unterwasserkabelschleife für die Entmagnetisierung von Kriegsschiffen zu beherbergen. Auf 600 Holzpfählen ruhend, diente die Insel bis zum Fall der DDR als abgesicherte Militäranlage. Seitdem verfällt sie langsam in der Greifswalder Bodden-Lagune, unweit der geschützten Insel Vilm.

Die Anlage wurde ohne jede Garantie verkauft, sodass dem neuen Eigentümer nur wenige Optionen bleiben. Baugenehmigungen sind unwahrscheinlich, da die exponierte Lage eine Bebauung nahezu unmöglich macht. Eine legale Nutzung als Wohnraum scheidet ebenfalls aus – die Insel verfügt weder über sicheren Zugang noch über grundlegende Infrastruktur.

Von der Südküste Rügens aus sichtbar, liegt Ostervilm in Sichtweite von Vilm, einem Naturschutzgebiet mit strengen Tourismusauflagen. Während die deutsche Marine noch ähnliche Einrichtungen in Kiel und Wilhelmshaven betreibt, bleibt diese Relikt des Kalten Krieges eine Kuriosität ohne klare Zukunftsperspektive.

Der Kauf von Ostervilm bringt erhebliche Herausforderungen mit sich: Der neue Besitzer darf die Insel weder bebauen, bewohnen noch einfach erreichen. Vorerst bleibt die verfallene Konstruktion ein skurriles Wahrzeichen in der Ostsee.

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