Girocard wird digitaler: Neue Funktionen ab 2027 revolutionieren Alltagszahlungen
Ronald KramerGirocard wird digitaler: Neue Funktionen ab 2027 revolutionieren Alltagszahlungen
Die Girocard baut ihre digitalen Funktionen in den kommenden Jahren weiter aus. Zu den neuen Features gehören In-App-Zahlungen, Mietwagenbuchungen und Altersverifikationen für Einkäufe. Mit den Updates soll die beliebte Zahlungsmethode noch stärker in den Alltag integriert werden.
Ab Anfang 2027 können Nutzerinnen und Nutzer mit der Girocard direkt in Apps bezahlen. Dies folgt laufenden Gesprächen zwischen der Euro Kartensysteme GmbH und großen Lebensmittelhändlern, um die Girocard in deren Anwendungen zu verankern. Auch Payback Pay, das bisher auf Lastschrift und Kreditkarten setzt, wird dann mit der Girocard kompatibel sein.
Die Einsatzmöglichkeiten der Girocard gehen künftig über den Einkauf hinaus: Ab dem nächsten Jahr soll sie voraussichtlich auch für die Buchung von Mietwagen und Hotelzimmern nutzbar sein. Einige Kartenherausgeber, darunter Sparkassen und Genossenschaftsbanken, haben dies für Buchungsdienste bereits ermöglicht.
Weitere Neuerungen umfassen eine Händler-Whitelist für In-App-Zahlungen, mit der Nutzer vertrauenswürdigen Händlern automatisierte Transaktionen erlauben können. Zudem wird die elektronische Altersprüfung per Girocard auf Alkoholkäufe in Supermärkten und an Automaten ausgeweitet.
Trotz der Aufrüstung bleiben die Kosten für die Nutzung der Girocard unverändert. Physische Karten bleiben im Umlauf, doch wer möchte, kann künftig auf eine rein digitale Variante umsteigen.
Die Girocard, mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten bereits das meistgenutzte bargeldlose Zahlungsmittel in Deutschland, passt sich damit den modernen Anforderungen an. Die Änderungen bieten mehr Komfort – ohne zusätzliche Gebühren für die Nutzer. Die Updates sollen in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt werden.
