Halle (Saale) reißt bis 2029 zwei Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz ab
Sigmund FreudenbergerHalle (Saale) reißt bis 2029 zwei Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz ab
Halle (Saale) will bis 2029 seine beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz abreißen. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen Spannbetons und die Notwendigkeit, Platz für ein neues Kulturzentrum zu schaffen. Nach dem jüngsten Brückeneinsturz in Dresden hat die Stadt zudem dringende Überprüfungen aller weiteren Brücken angeordnet.
Die beiden Brücken am Riebeckplatz haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Ihr Abriss ist zudem Voraussetzung für das geplante „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ – ein Millionenprojekt. Wie viele Bauwerke in der Stadt bestehen auch diese Brücken aus Spannbeton, der innere Schäden verbergen kann.
Nach dem Einsturz der Dresdner Carola-Brücke im vergangenen Jahr hatte Halle Sonderinspektionen der eigenen Infrastruktur beschleunigt. Auch die Hochstraße am Franckeplatz, eine weitere Spannbetonkonstruktion, wird derzeit geprüft, stellt aber laut Stadt aktuell keine akute Gefahr dar. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte ihren besseren Zustand.
Die Brücken über Saale und Elisabethsaale sollen langfristig durch baugleiche Konstruktionen ersetzt werden. Sie bilden die wichtigste Verkehrsachse der Stadt. Bis dahin werden alle Spannbetonbrücken überwacht, da äußere Kontrollen verborgene Schwächen nicht erkennen lassen.
Die Riebeckplatz-Brücken werden bis 2029 verschwinden. Für den Franckeplatz sind keine Sofortmaßnahmen geplant, doch eine langfristige Lösung für die Strecke muss noch erarbeitet werden. Im Fokus bleibt die Sicherheit der alternden Infrastruktur.
