09 May 2026, 20:16

Hessen kämpft um Rettung der Kinos nach Streichung der Bundesförderung

Vorbühne eines Kinos mit Menschen, Topfpflanzen, Fernsehern, Informationsschildern, Deckenleuchten und Glastüren, die eine Außenansicht mit Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden und Himmel zeigen.

Hessen kämpft um Rettung der Kinos nach Streichung der Bundesförderung

Filmförderung in Deutschland leidet seit Jahren unter drastischen Kürzungen

Das Bundesprogramm „Zukunft Kino“, das 2022 noch mit 25 Millionen Euro ausgestattet war, wurde bis 2024 auf 10 Millionen Euro zusammengestrichen und 2025 komplett gestrichen. Nun setzen sich Bundesländer wie Hessen für eine Wiederbelebung des Programms ein, um die Zukunft der heimischen Kinos zu sichern.

Die Entscheidung der Bundesregierung, die „Zukunft Kino“-Förderung einzustellen, hat viele Lichtspielhäuser ohne dringend benötigte Unterstützung zurückgelassen. Ursprünglich half das Programm bei der Modernisierung der Energieeffizienz, Barrierefreiheit und technischer Ausstattung. Sein Wegfall hat nun Forderungen nach einer neuen Initiative laut werden lassen, um die entstandene Lücke zu schließen.

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Hessen geht eigene Wege – und fordert bundesweite Lösungen Das Land hat bereits eigene Schritte unternommen, um die Kinoförderung zu stärken: Über „Hessen Film und Medien“ fließen jährlich 500.000 Euro in die Infrastruktur der Kinos. Im vergangenen Jahr stockte Hessen zudem die Mittel für die „Kinoprogrammpreise“ von 150.000 auf 215.000 Euro auf. Darüber hinaus unterstützt das Land das Programm „Lieblingskino“ mit 7 Millionen Euro – ein Förderfonds, der sich auf Programmgestaltung und Publikumseinbindung konzentriert, statt auf bauliche Maßnahmen.

Timon Gremmels, Hessens Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, betonte die Bedeutung von Kinos, insbesondere in ländlichen Regionen. Im Koalitionsvertrag des Landes ist bereits eine stärkere Förderung verankert. Nun schließt sich Hessen einem Bundesratsantrag Mecklenburg-Vorpommerns an, der die Wiedereinführung von „Zukunft Kino“ oder eines ähnlichen Programms fordert. Ziel ist es, langfristige Investitionen in Kinos bundesweit zu sichern.

Gemeinsame Verantwortung für die Kinolandschaft Der Vorstoß für eine Rückkehr der Bundesförderung kommt zu einer Zeit, in der die Länder nach Wegen suchen, die Finanzierung von Kinos gemeinsam zu tragen. Ohne verlässliche Mittel drohen viele Häuser in Sachen Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Technik den Anschluss zu verlieren. Hessens Engagement unterstreicht, wie dringend ein abgestimmtes Vorgehen nötig ist, um die lokalen Kinos lebendig zu halten.

Quelle