Hitzewelle treibt Trinkwasserverbrauch im Rhein-Main-Gebiet auf Rekordniveau
Sigmund FreudenbergerHitzewelle treibt Trinkwasserverbrauch im Rhein-Main-Gebiet auf Rekordniveau
Rhein-Main-Gebiet verzeichnet starken Anstieg des Trinkwasserverbrauchs während der aktuellen Hitzewelle
Am 22. Juni 2023 verteilte die Hessenwasser 390.000 Kubikmeter – die höchste Tagesmenge in diesem Jahr bisher. Dank überdurchschnittlicher Niederschläge im vergangenen Winterhalbjahr ist die Region jedoch gut auf trockene Bedingungen vorbereitet.
Die Hessenwasser hat ihr Versorgungsnetz ausgebaut, um die steigende Nachfrage zu bewältigen. Das neue Wasserwerk Allmendfeld und die redundante Ried-Leitung sorgen nun für zusätzliche Sicherheit. Diese Maßnahmen ergänzen das bestehende regionale Leitungsnetz sowie das aktive Grundwassermanagement im Hessischen Ried und im Frankfurter Stadtwald.
Der Rekordwert aus dem Jahr 2019 – 426.312 Kubikmeter an einem einzigen Tag – bleibt zwar ungebrochen. Größere Sorgen bereitet jedoch die technische Belastbarkeit des Systems in Spitzenzeiten. Ein größerer Ausfall in den Aufbereitungsanlagen oder bei der Verteilung hätte an solchen Tagen schwerwiegendere Folgen als unter Normalbedingungen.
Kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur bleiben unverzichtbar. Sie ermöglichen es der Wasserversorgung, sich an den Klimawandel und veränderte Verbrauchsmuster anzupassen. Die Modernisierungen sollen Ausfälle verhindern und auch in Hochlastphasen eine zuverlässige Versorgung gewährleisten.
