Hofgartenfest in Biebrich feiert 175 Jahre Feuerwehr und fordert mehr Respekt für Einsatzkräfte
Sigmund FreudenbergerHofgartenfest in Biebrich feiert 175 Jahre Feuerwehr und fordert mehr Respekt für Einsatzkräfte
Das 21. Hofgartenfest im Schloss Biebrich fand am Wochenende statt – ein Fest des Gemeinschaftsgeistes und des ehrenamtlichen Engagements. Im Mittelpunkt stand die Würdigung der Einsatzkräfte, denn die Veranstaltung markierte zugleich das 175-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Biebrich. Lokale Polizeibeamte und Rettungskräfte beteiligten sich an Gesprächen unter dem Motto „Zeig Respekt – Erhalte Respekt“.
Das Fest brachte Anwohner, Ehrenamtliche und Einsatzkräfte zu einem Tag der Anerkennung zusammen. Petra Werner, Leiterin des 5. Polizeireviers, und Polizeiobermeister Patrick Brzosa vertraten die Polizei vor Ort. Gemeinsam mit Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern und anderen Ersthelfern tauschten sie sich in offenen Gesprächen mit der Bevölkerung aus.
In diesem Jahr rückte das Fest auch die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte in den Fokus. Allein 2025 verzeichnete Hessen 5.507 Angriffe auf Rettungskräfte – die höchste Zahl bisher. Die Landesregierung hatte bereits 2024 mit einem „Respekt-Paket“ reagiert, um den Schutz zu verbessern und das öffentliche Bewusstsein zu schärfen.
Auf Bundesebene laufen derzeit Initiativen, die Strafen zu verschärfen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, die Mindeststrafe für Körperverletzung an Einsatzkräften von drei auf sechs Monate zu erhöhen. Der Vorstoß folgt langjährigen Forderungen von Gewerkschaften und Verbänden nach konsequenteren Sanktionen.
Vor diesem Hintergrund regte das Festmotto „Zeig Respekt – Erhalte Respekt“ den direkten Austausch zwischen Bürgern und der sogenannten „Blaulicht-Familie“ an. Besucher erfuhren aus erster Hand von den Herausforderungen im Einsatzdienst und feierten zugleich die lange Tradition des lokalen Ehrenamts.
Das Fest endete mit einem Appell zum besseren Schutz der Einsatzkräfte und zur Stärkung des gegenseitigen Respekts. Angesichts steigender Angriffszahlen setzen Land und Bund auf schärfere gesetzliche Maßnahmen. Veranstaltungen wie das Biebricher Hofgartenfest halten die Debatte dagegen im Gemeinschaftsdialog lebendig.






