06 May 2026, 07:16

Hugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und Gewinneinbruch im ersten Quartal 2023

Bar graph illustrating global economic losses with accompanying explanatory text.

Hugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und Gewinneinbruch im ersten Quartal 2023

Hugo Boss meldet schwierigen Jahresstart 2023 mit deutlichem Rückgang bei Umsatz und Gewinn

Der Modekonzern Hugo Boss hat einen holprigen Beginn ins Jahr 2023 verzeichnet: Im ersten Quartal brachen Umsatz und Gewinn stark ein. Die Marke verbuchte einen Rückgang der Erlöse um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, während der operative Gewinn sogar um 42 Prozent auf nur noch 35 Millionen Euro einbrach. Auch in wichtigen europäischen Märkten zeigte sich ein ähnliches Bild – ein Zeichen für die größeren Herausforderungen, vor denen das Unternehmen steht.

Steiler Abwärtstrend in den ersten drei Monaten Die ersten drei Monate des Jahres brachten für Hugo Boss einen deutlichen Einbruch der finanziellen Kennzahlen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro. Noch stärker betroffen war der operative Gewinn, der um 42 Prozent auf lediglich 35 Millionen Euro schrumpfte.

Auch regional zeichnete sich ein negatives Muster ab: In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) gingen die Umsätze um 8 Prozent zurück. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien – drei der wichtigsten Absatzmärkte der Marke – verzeichneten sich ähnliche Rückgänge. Allein der anhaltende Konflikt im Nahen Osten war für etwa 1 Prozent des Umsatzverlusts verantwortlich.

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Markenlabel „Hugo“ besonders betroffen – Umstrukturierung läuft an Besonders schlecht entwickelte sich das Sublabel Hugo: Hier brachen die Umsätze um 21 Prozent ein. Als Reaktion auf die Krise hat Hugo Boss bereits 15 der 50 Filialen geschlossen, die bis 2028 weltweit dichtmachen sollen. Mit der neuen Strategie „Claim 5 Touchdown“ will das Unternehmen die Talfahrt stoppen, doch mit echtem Wachstum rechnet der Konzern frühestens ab 2027.

Prognose für 2023 bleibt düster – Hoffnung auf Frauenmode-Relaunch Für das Gesamtjahr 2023 erwartet Hugo Boss einen weiteren Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Auch der operative Gewinn wird voraussichtlich schrumpfen und sich auf ein Niveau zwischen 300 und 350 Millionen Euro einpendeln. Ein Lichtblick könnte sich im November ergeben, wenn die Marke unter der Leitung von Kerstin Dorst eine neu aufgestellte Damenmode-Kollektion auf den Markt bringt.

Langfristige Erholung hängt von Restrukturierung ab Hugo Boss steht damit vor einem Jahr mit sinkenden Umsätzen und schrumpfenden Gewinnen. Die langfristige Erholung des Unternehmens basiert auf Filialschließungen, strategischen Anpassungen und einer überarbeiteten Produktpalette. Kurzfristig jedoch muss die Marke mit weiteren finanziellen Belastungen rechnen, bevor sich erste Anzeichen einer Besserung abzeichnen.

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